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Die WM ist gelaufen, der Sieger steht fest und kommt zum zweiten Mal nach 2010 aus Spanien. Im Finale musste Titelverteidiger Argentinien die Segel streichen, nachdem sich die deutsche Nationalmannschaft schon nach dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay verabschiedet hatte. Beim DFB steht mit dem baldigen neuen Bundestrainer Jürgen Klopp ein Umbruch bevor. In unserem WM-Blog liest du, was am letzten WM-Tag und danach los war.
21:59 Uhr
FIFA leitet Verfahren gegen Argentinien ein
Wegen der Vorfälle nach dem Ende des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien hat die FIFA eine Untersuchung eingeleitet. Das Disziplinarkomitee habe entsprechende Schritte ergriffen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht, aus der internationale Medien zitierten. Der Argentinier Leandro Paredes hatte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien nach dem Abschluss der Verlängerung zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er Eric García geschubst. Paredes sah daraufhin noch die Rote Karte. Schon während der Partie hatte der Argentinier am Rande eines Platzverweises gestanden.
Paredes wurde in der Mitteilung nicht namentlich genannt. Außer gegen ihn könnten sich die Ermittlungen auch gegen Nahuel Molina und Co-Trainer Roberto Ayala wegen möglichen Fehlverhaltens richten, wie Medien berichteten. Enzo Fernández musste in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit wegen eines Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz.
19:57 Uhr:
Messi lässt Zukunft offen – „Wunde braucht Zeit zum Heilen“
Lionel Messi hat sich erstmals nach dem verlorenen WM-Finale zu Wort gemeldet und seine Zukunft im Trikot von Argentiniens Nationalteam offen gelassen. „Der Schmerz ist unermesslich, und diese Wunde braucht Zeit zum Heilen“, schrieb der 39-Jährige am Tag nach dem 0:1 gegen den neuen Weltmeister Spanien, bei dem Messi selbst blass blieb, bei „Instagram“.
Das Stadion in East Rutherford nahe New York hatte Messi am Sonntag kommentarlos verlassen. Das XXL-Turnier in Amerika war bereits seine sechste WM im Trikot der Albiceleste. Vieles sah nach Abschied aus, als Messi vor den eigenen Fans weinte. „Es ist schwer, unseren Erfolg jetzt schon vollends zu würdigen, aber diese Mannschaft hat zwei WM-Finals in Serie erreicht“, schrieb Messi. Konkret ging er nicht auf seine eigene Zukunft ein. Bis zur nächsten WM, die 2030 unter anderem auch eine Partie in Buenos Aires vorsieht, sind es vier Jahre. Messi stünde bei Beginn des Turniers kurz vor seinem 43. Geburtstag.
18:50 Uhr:
Spaniens König empfängt die Weltmeister
Nach ihrer Rückkehr aus den USA sind Spaniens Weltmeister von König Felipe VI. empfangen worden. „Ihr seid müde – aber was für eine wunderbare Müdigkeit. Herzlichen Glückwunsch“, sagte der Monarch im königlichen Palacio Real in Madrid. Der König gratulierte dem Team zu einem „epischen“ Triumph nach einer wahren „Odyssee“ und würdigte die Qualitäten einer „legendären und historischen Mannschaft“.
„Es gibt noch viel zu feiern. Genießt jeden Kuss, jede Geste der Anerkennung, denn ihr habt sie euch verdient“, fügte der König hinzu. Er dankte der Mannschaft im Namen aller Spanier und erinnerte daran, dass Spanien nun sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen amtierender Weltmeister sei.
16:30 Uhr:
Nach Fall Balogun: UEFA-Präsident blieb WM-Finale fern
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich gegen einen Besuch des WM-Finals in East Rutherford bei New York entschieden und den Entschluss einem Medienbericht zufolge auch mit dem Fall Folarin Balogun begründet. Der britischen „Times“ zufolge habe Ceferin mit dem Fernbleiben auch die große Spaltung zwischen FIFA und UEFA signalisieren wollen. Auch die Nachrichtenagentur „PA“ berichtete. Ceferin selbst wurde nicht zitiert.
Die aufgehobene Sperre des amerikanischen Stürmers Balogun, die auf einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino erfolgte, hatte die UEFA vor zwei Wochen scharf kritisiert. „Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck“, hieß es in einem Statement des Verbandes. Die FIFA habe eine „rote Linie überschritten“.
13:26 Uhr:
Nach WM: Ibrahimovic will kein TV-Experte mehr sein
Im US-Fernsehen sorgte Zlatan Ibrahimović während der WM als Experte regelmäßig für Aufsehen – vor allem seine Frotzeleien mit Nebenmann Alexi Lalas erheiterten das Publikum. Der Job bei „Fox Sports“ aber wird nach den Aussagen des Schweden eine einmalige Sache bleiben.
„Ich habe die letzten eineinhalb Monate viel geredet – und das jetzt werden meine letzten Worte sein“, verkündete der 44-Jährige nach dem Endspiel zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) live im TV in East Rutherford. „Das ist mein Abschied vom Studio. Dies war das erste und letzte Mal für mich.“
11:34 Uhr:
Experten nach Finale einig: „Fußball hat gewonnen“
Nach einem ungleichen WM-Finale sind sich Experten einig, dass spielstarke Spanier gegen destruktive Argentinier verdient den Titel holten. „Der Fußball hat gewonnen“, schrieb der 2014-Weltmeister Toni Kroos bei „X“. Der englische Ex-Stürmerstar Alan Shearer sagte in der „BBC“: „Zweifellos hat das richtige Team gesiegt.“ Nur die Spanier hätten Interesse an Ballbesitz gehabt und daran, sich Torchancen zu erspielen. „Das ist ein Ergebnis für den Fußball, so wie sie gespielt haben. Spanien hat es verdient.“
09:41 Uhr:
13-jähriger Spanier stirbt bei Freudenfeier über WM-Sieg
Bei einer Freudenfeier über den WM-Sieg der spanischen Nationalmannschaft ist es in der Kleinstadt Ciudad Rodrigo nahe der Grenze zu Portugal zu einem tragischen Todesfall gekommen. Ein 13-Jähriger starb, als er von der zentralen Steinsäule eines Brunnens erschlagen wurde, wie die Regionalzeitung „Diario de Salamanca“ und andere Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichteten. Weitere zwei Menschen seien verletzt worden, als die Steinsäule unter dem Gewicht mehrerer Jungen umstürzte und auf Feiernde fiel, die darunter im Wasser des Brunnens standen. Die Stadt verkündete eine dreitägige Trauer und ordnete an, dass alle Flaggen in der Stadt bis einschließlich Mittwoch auf halbmast gesetzt werden sollen.
09:33 Uhr:
Steinwürfe und Festnahmen nach WM-Niederlage in Argentinien
Nach Argentiniens WM-Finalniederlage gegen Spanien ist es in Buenos Aires zu Zusammenstößen zwischen Fußballfans und Polizei gekommen. Tausende Menschen versammelten sich Medienberichten zufolge nach dem 0:1 der argentinischen Nationalmannschaft rund um den Obelisken, das Wahrzeichen der Metropole. Kurz vor Mitternacht (Ortszeit) warfen den Berichten zufolge mehrere Menschen Flaschen und Steine auf Einsatzkräfte. Die Polizei habe daraufhin Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. Dabei seien Fans sowie Polizisten verletzt worden. Etwa 15 Menschen seien festgenommen worden, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten.
09:32 Uhr:
Argentiniens Präsident: Feiertag trotz Final-Niederlage
Argentiniens Präsident Javier Milei hat trotz der Niederlage der Mannschaft um Superstar Lionel Messi im WM-Finale gegen Spanien einen Feiertag ausgerufen. Wann das genau in dieser Woche sein wird, ist aber noch unklar. „WELTMEISTERSCHAFTSFEIER“, schrieb Milei zu Beginn seiner Nachricht bei X: „Angesichts der Unruhe bezüglich der Feierlichkeiten zum Erfolg der argentinischen Nationalmannschaft teile ich der Bevölkerung mit, dass der Tag, an dem gefeiert werden soll - je nachdem, wie sich die Spieler und der Trainerstab entscheiden – zum nationalen Feiertag erklärt wird.“
09:09 Uhr:
TV-Quote: Rekordwert beim WM-Finale
Beim Finale der Weltmeisterschaft hat das „ZDF“ einen Rekordwert verzeichnet. Die Live-Übertragung des Spanien-Sieges gegen Argentinien in der Verlängerung sahen durchschnittlich 17,362 Millionen Menschen im Zweiten. Das Endspiel erzielte nach Angaben der AGF Videoforschung einen Marktanteil von 65,1 Prozent und war das mit Abstand meistgesehene WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung. Nicht eingerechnet in die Reichweite sind die Zuschauer, die den spanischen Sieg im Internet oder in der „ZDF“-Mediathek gesehen haben. Das Spiel lief zudem beim Telekom-Sender „MagentaTV“, der keine Zahlen veröffentlicht. Das erfolgreichste WM-Spiel 2026 war die erste Partie des DFB-Teams gegen Curaçao mit 23,427 Millionen.
08:57 Uhr:
Kane-Plädoyer für Tuchel: „Ein fantastischer Trainer“
Kapitän Harry Kane hat nach der Kritik an Thomas Tuchel den deutschen Trainer der englischen Nationalmannschaft verteidigt. „Er ist ein fantastischer Trainer. Er hat nicht nur den Spielern, sondern auch dem ganzen Land das Vertrauen gegeben, dass dies unser Jahr sein würde“, sagte der 32 Jahre alte Mittelstürmer der Three Lions und des FC Bayern München.
Tuchels Begeisterung, die Emotionen, die er vermittle, und seine taktische Erfahrung würden aber auch nicht bedeuten, dass „man jedes Mal alles richtig macht“, befand Kane übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge: „Deshalb tut es noch mehr weh als in anderen Jahren, weil alle daran geglaubt haben, dass wir es bis ganz nach oben schaffen würden. Jeder muss das erst einmal verarbeiten. Er muss es selbst verarbeiten.“ Sie befänden sich noch in der Trauerphase, so Kane.
08:04 Uhr:
Lahm fordert: Deutschland braucht wieder Identität
Philipp Lahm rät dem deutschen Fußball, sich nach dem WM-Debakel ein Beispiel zu nehmen an den Erfolgsformeln anderer Nationen wie Weltmeister Spanien. Die Iberer hätten einen klaren Plan, wie sie spielen wollen, schrieb der 42-Jährige in einer Kolumne für den „Kicker“ und schlussfolgerte: „Diese Identität braucht auch die deutsche Mannschaft wieder.“
Er denke dabei aber nicht an ein genaues Abbild des Titelteams von Coach Luis de la Fuente. „Wir müssen nicht die Spanier und ihren Ballbesitz kopieren, wir haben eigene Qualitäten“, schrieb er und zählte auf: „Defensive Ordnung, robustes Spiel, dann angreifen – das hat uns als Nationalmannschaft immer ausgezeichnet. Dazu sollten wir zurückkehren mit klaren Aufgaben, einer klaren Formation, damit Wiederholungseffekte im Training und im Spiel entstehen.“ Die Spanier hätten das vorgemacht. „Jeder weiß, wie er agieren soll, nicht nur in der Nationalelf, sondern in der ganzen Liga. Das ist das Plus“, bemerkte Lahm, der Kapitän des bis dato letzten deutschen Weltmeisterteams 2014.
08:02 Uhr
Verbandspräsident Tapia zu Messi: „Du bist ein Gigant“
„Es gibt keine Worte im Wörterbuch, die ausreichen würden, um dir für alles zu danken, was du uns gegeben hast, Kapitän“, teilte Argentiniens Verbandschef Claudio Tapia an Lionel Messi gewandt nach dem WM-Finale über die sozialen Medien mit. „Danke für jede Freude, die du uns in die Seele geschrieben hast, für jede Träne des Stolzes und dafür, dass du unsere Flagge bis an die Spitze der Welt getragen hast. Du bist unsterblich, Leo. Du bist ein Gigant. Du hast unser Land zum glücklichsten der Welt gemacht. Danke für alles. Für immer einer von uns.“
Auch Argentiniens Fußballverband dankte Messi noch mal gesondert für seinen Einsatz, für die „Magie“ und „dafür, dass du bis zur allerletzten Sekunde alles gegeben hast“. Thiago, der älteste von Messis drei Söhnen, schrieb seinem Vater via Instagram: „Wir lieben dich, Leo.“ Er sei der beste Spieler aller Zeiten.
01:50 Uhr
Argentiniens Trainer Scaloni bricht PK unter Tränen ab
Lionel Scaloni war nach der Finalniederlage untröstlich. Argentiniens Trainer brach seine Pressekonferenz unter Tränen ab. „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid“, sagte der Coach heftig weinend und eilte von der Bühne. Zuvor hatte der 48-Jährige bereits nach seinem verpassten zweiten Weltmeistertitel einen Einblick in sein emotionales Innenleben gegeben. „Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht“, sagte Scaloni. Wenig später musste er aber dennoch weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten.
01:00 Uhr
Paredes rastet nach Niederlage aus
Hässliche Szenen unmittelbar nach dem Spielende: Argentiniens Leandro Paredes hat sich nach dem Abpfiff des WM-Finals im Moment der 0:1-Niederlage gegen Spanien zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Der Argentinier stand schon während des Spiels mit einer Gelben Karte vorbelastet kurz vor dem Platzverweis.
00:33 Uhr
Rodri Spieler des Turniers
Bester Spieler des Turniers ist ebenfalls ein Spanier: Rodri, Ballon-d’Or-Sieger 2024, nimmt die Trophäe vor den Augen Lionel Messis in Empfang.
00:32 Uhr
Simón bester Torwart
Und Unai Simon sicherte sich den goldenen Handschuh als bester Keeper des Turniers. Hier stand Argentiniens diesmal geschlagener Emiliano Martínez beim Turnier 2022 noch auf dem Podium.
00:31 Uhr
Ehrung des besten jungen Spielers
Der 19 Jahre alte Verteidiger Pau Cubarsí wurde als bester junger Spieler der WM geehrt. Beim letzten Turnier 2022 in Katar holte sich der heute vom Platz gestellte Enzo Fernández den Titel.
00:04 Uhr
Spanien ist Weltmeister
Spanien ist nach 2010 zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister. In einem lange einseitigen Finale gegen Titelverteidiger Argentinien setzten sich die Iberer nach dem 0:0 der regulären Spielzeit mit 1:0 nach Verlängerung durch. Der eingewechselte Ferran Torres vom FC Barcelona erlöste sein Team in East Rutherford kurz nach dem Seitenwechsel in der 106. Minute mit dem goldenen Tor, das Argentinien den erneuten Triumph nach 2022 verwehrte (zum Spielbericht).