Rooney, Huntelaar & Co.
Wie der Vater, so der Sohn? Diese Youngster mit großem Namen hoffen auf den Durchbruch
©IMAGO
Sie tragen große Nachnamen – und noch größere Erwartungen. Für Söhne von bekannten Fußballern, die ihren Vätern nacheifern, sind die Fußstapfen oft gigantisch. Einige schaffen den Sprung zum Profi, manche – wie Erling Haaland – überstrahlen sogar ihre Väter, und andere fiebern ihrem Traum noch entgegen. Transfermarkt blickt auf den Nachwuchs von langjährigen Top-Spielern, der derzeit in Jugendteams aktiv ist und noch nicht den Durchbruch geschafft hat.
Aktuellstes Beispiel ist Seb Huntelaar. Der 16-Jährige wechselte vor kurzem zur PSV Eindhoven in die U17. Schon sein Vater Klaas-Jan hatte dort in der Jugend gekickt. Wie der Senior ist auch Huntelaar-Junior Stürmer und wird als echter Goalgetter mit Torriecher beschrieben. Seb wurde im April 2009 in Madrid geboren, kurz bevor der Vater von Madrid zur AC Mailand wechselte und etwa ein Jahr, bevor der Weg zum FC Schalke 04 in die Bundesliga weiterging. Bei den Königsblauen wurde der heute 42-Jährige zum besten Torschützen der jüngeren Vereinsgeschichte. Klaus Fischer führt bis heute das Schalker Ranking an.
Aber nicht nur Huntelaars Filius könnte in den Niederlanden in der Zukunft für Furore sorgen, auch die Söhne weiterer früherer Oranje-Stars arbeiten an ihrem Aufstieg. Dazu gehören Viana Seedorf (18, AC Mailand U18), der auch die brasilianische Staatsbürgerschaft besitzt, Liam van Nistelrooy (17), künftig zusammen im Angriff mit Seb Huntelaar in der PSV-U17, Damian van der Vaart (19, Ajax Amsterdam II), Shaqueel van Persie (18, Feyenoord Rotterdam U21), Shane Kluivert (18, FC Barcelona U19) und Jessey Sneijder (19, FC Utrecht II).
Letztgenannter hatte ebenfalls erst kürzlich seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Vater Wesley, der 134-mal für die niederländische Nationalmannschaft auflief, war danach überglücklich. „Ich bin so stolz auf dich! Deine Beharrlichkeit und Willenskraft wurden belohnt. Jetzt geht es erst richtig los. Alles Gute mein Sohn, ich liebe dich!“, schrieb er auf „Instagram“. Einige Schritte weiter ist bereits Ruben van Bommel (21), Sohn von Mark van Bommel, der 2023 in der Eredivisie debütierte und in dieser Saison mit Eindhoven in der Champions League dabei ist.
Große Erwartungen bei Rooney-Sohn Kai – Auch Cristiano Júnior eifert Vater nach
Auch in England sind Talente mit berühmten Nachnamen im Anmarsch. Darunter Jaden (19) und Reigan Heskey (17, beide Manchester City U21), Tate (Brighton U18) und Lorenz Ferdinand (19, Brighton U21), die Kinder von Emile Heskey bzw. Rio Ferdinand, sowie Wayne Rooneys Spross Kai (15, Manchester United Jugend), auf dem vor allem große Erwartungen liegen. Der Teenager wurde zuletzt überraschend in die U19 der Red Devils berufen. Danach verletzte er sich aber und zeigte sich auf seinem „Instagram“-Profil mit medizinischem Spezialschuh und Krücken. Viele Man-United-Fans werden ihre Daumen drücken, dass er eine ähnlich große Karriere wie sein Vater einschlägt, der einst mit 16 Jahren in der Premier League debütiert hatte. Auch Kai, der, seitdem er 11 ist, beim englischen Rekordmeister ausgebildet wird, fühlt sich im Angriff am wohlsten, sowohl auf dem Flügel als auch als Nummer 9.
Erst 15 Jahre ist auch der Sohn von Cristiano Ronaldo, Cristiano Júnior, der in der U15 des Al-Nassr FC auf den offensiven Außen wirbelt. Auch zuvor hatte er, je nachdem, wo sein Vater gerade unter Vertrag stand, in den entsprechenden Jugendteams gespielt. Im Mai war der Linksaußen zudem erstmals für Portugals U15 aufgelaufen. „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Debüt in Portugals Auswahlteam, Sohn. Bin sehr stolz auf dich!“, schrieb der fünffache Ballon-d'Or-Sieger, Europameister sowie Nations-League-Champion danach bei „X“.
Etliche Titel in ihren Karrieren sammelten auch Zinédine Zidane, Zlatan Ibrahimović und Marcelo. Während es bei Frankreich-Ikone Zidane mit Luca, und Enzo schon drei Söhne in den Profi-Fußball geschafft haben oder hatten, jedoch nicht an die Qualität ihres Vaters herankamen, steht Elyaz Zidane (19) noch am Beginn. Der Innenverteidiger ist derzeit für Betis Deportivo in der dritten spanischen Liga aktiv. Ibrahimović schickt wiederum zwei Sprösslinge ins Rennen und Marcelo einen: Maximilian Ibrahimović (19, AC Mailand U20) und Vincent Ibrahimović (17, AC Mailand U18) sowie Enzo Alves (16, Real Madrid U17).
Reyes will Vermächtnis seines verstorbenen Vater fortführen
Einst das Real-Trikot trug auch José Antonio Reyes, der 2019 im Alter von nur 35 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Sein Vermächtnis will sein Sohn José Reyes (17) fortführen. Nach der Unterzeichnung seines ersten Profivertrags bei den Königlichen im Oktober 2023 hatte der Angreifer erklärt: „Das ist ein ganz besonderer Moment für mich. Ich werde weiter arbeiten und mein Bestes geben, um weit zu kommen!“ Nur rund einen Monat nach dem Tod seines Vaters hatte sich der Youngster der Jugendabteilung von Real angeschlossen, aktuell geht er für die U19 auf Torejagd.
Ebenso auf einen Platz im Profifußball hoffen beispielsweise Isago Silva (16, FC Chelsea U18), Sohn von Thiago Silva, der mit den Blues 2021 die Champions League gewann, oder Mattia Barzagli (15, AC Florenz Jugend), Nachkomme von Andrea Barzagli, der 2006 Weltmeister mit Italien in Deutschland wurde und 2009 Meister mit dem VfL Wolfsburg. Auch Sacha Mandanda (16, Stade Rennes U19), Junior des kürzlich zurückgetretenen Torhüters Steve Mandanda – der Teil der Mannschaft war, die 2018 Weltmeister wurde – oder Ricardo Bordon (18, Lazio Rom U20), Spross des früheren Stuttgarters und Schalkers Marcelo Bordon, tragen wohlbekannte Nachnamen in dem Business.
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