Trainingsauftakt mit 2 Neuzugängen
Türspalt für Neuhaus bei Gladbach offen? – Kleindienst-Comeback im November
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Als Borussia Mönchengladbachs Trainer Gerardo Seoane die erste Trainingseinheit nach der Sommerpause startete, war der Arbeitstag für Florian Neuhaus schon beendet. In den frühen Morgenstunden absolvierte der vom Trainingsbetrieb der Profis suspendierte Mittelfeldspieler seine Übungseinheit mit der U23-Regionalligamannschaft. Neuhaus wurde nach seinen in einem Video verbreiteten despektierlichen Aussagen mit einer hohen Geldstrafe belegt und hat sich vorerst ins Abseits manövriert.
Wie es mit dem 28-Jährigen bei der Borussia weitergeht, wird sich wohl nach der für vier Wochen angesetzten Suspendierung entscheiden. „Wir haben mit Florian Neuhaus gesprochen und unseren Standpunkt klargemacht, daran gibt es nichts zu rütteln“, sagte Geschäftsführer Stefan Stegemann. Dazu gehöre aber auch: „Wenn eine bestimmte Zeit vorbei ist, dann spricht man miteinander und blickt in die Zukunft“, so Gladbachs CEO.
Ob es für Neuhaus, der noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 hat, in Mönchengladbach eine Zukunft gibt, ist allerdings sehr fraglich. Mit seinem selbst ausgeplauderten Gehalt von 4 Millionen Euro gehört er zu den Großverdienern bei den Fohlen. Die Personalie liegt bei Borussia derzeit auf Eis. „Dazu ist alles gesagt“, erklärte auch Sport-Geschäftsführer Roland Virkus.
Gladbach: Kleindienst-Comeback im November
Beim Trainingsauftakt fehlten außerdem einige Nationalspieler sowie die beiden noch länger verletzten Tim Kleindienst (Meniskusoperation) und Nathan Ngoumou (Achillessehnenriss). Bei Nationalspieler Kleindienst läuft der Heilungsprozess nach Plan. Im Idealfall stehe, so Virkus, die Rückkehr im November an. „Tim ist sehr forsch in der Reha, am liebsten würde er schon heute wieder trainieren – aber da müssen wir realistisch sein.“
Die beiden Neuzugänge Jens Castrop (1. FC Nürnberg) und Kevin Diks (FC Kopenhagen) waren dabei, aber noch nicht in Top-Zustand. „Unsere beiden Neuzugänge waren angeschlagen: Jens Castrop kann aber fast das komplette Programm mitmachen. Kevin Diks kam angeschlagen aus Kopenhagen, wird aber einen Teil des Programms absolvieren“, berichtete Virkus.
Wann weitere neue Spieler kommen, lässt sich noch nicht absehen. Laut Virkus ist „dieses Transferfenster sehr herausfordernd“. „Warum? Weil wir gesagt haben, dass wir den Markt beobachten, schauen, was in unserem Kader passiert, welche Spieler uns verlassen – und dann reagieren. Wenn uns Spieler verlassen, müssen wir schauen: Was macht uns besser? Wo müssen wir nachbessern? Und darauf sind wir vorbereitet.“
Das erste Testspiel absolviert die Mannschaft auf dem Weg ins Trainingslager am Tegernsee am 18. Juli beim FC Erzgebirge Aue (18 Uhr).
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