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Probleme bei Standards

12.11.2006 - 10:58 Uhr
Da es ja beim Spiel gegen Bochum nicht das erste Mal war, dass wir uns nach einem Standard (Ecke oder Freistoss von der Seite) ein Gegentor eingefangen haben, lohnt sich vielleicht mal eine grundsätzliche Fehleranalyse.

An wem oder was liegt es?

An Götz, weil er solche Standards nicht genügend trainieren lässt?

An den Spielern, weil sie nicht reaktionsschnell genug sind und/oder individuelle Fehler machen?

Oder am Keeper Fiedler, der nur auf der Linie klebt?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spaetzle am 13.11.2006 um 19:25 Uhr bearbeitet
Probleme bei Standards |#1
17.02.2014 - 08:16 Uhr
Die Vorteile einer Raumdeckung bei Eckbällen ist einfach aufzuzeigen: Die mit Abstand meisten Tore nach einem Eckball fallen per Kopf aus zentraler Position vor dem Tor. Dieser gefährliche Bereich wird nun dicht mit kopfballstarken Spielern besetzt. So kann man effektiv ein Eckballtor verhindern, auch ohne dass man Informationen über die kopfballstärken der gegnerischen Spieler verfügt. Ein weiterer Vorteil ist, dass man durch die Raumdeckung das Geschehen im Strafraum beruhigt. Es findet kein Ziehen und Drücken am Gegenspieler mehr statt, wie es bei der Manndeckung oft der Fall ist. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit eines Strafstoßes.
...... Außerdem sieht die Raumdeckung vor, zugunsten der Überzahl im zentralen Bereich vor dem Tor, nicht mehr die Torlinie mit Feldspielern zu besetzen
Hier ist ein ganz guter Artikel über dieses Thema. Man kann auch das Problem erkennen, da Knoche nicht im zentralen Bereich vor dem Tor zum Ball gegangen ist und daher nicht mehrere kopfballstarke Verteidiger mit ihm hochsteigen können.
Ich glaube der Gegentreffer im Spiel gegen den VfB Stuttgart fiel aus der gleichen Zone.
Probleme bei Standards |#2
23.02.2014 - 08:34 Uhr
Herthas Problem mit den Standardsituationen

Schon 12 Gegentore kassierten die Berliner nach Eckbällen, Freistößen und Elfmetern. "Wir sind zu kurz", sagt Luhukay, und meint: Der Abwehr fehlt es an Körpergröße. Am Sonnabend muss das Team beim VfB Stuttgart antreten.
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Diese Szene am fünften Spieltag der Saison sollte sich im weiteren Verlauf der Spielzeit als typisch für das ansonsten gute Abwehrverhalten des Aufsteigers erweisen. Bei Standardsituationen wackelt die Berliner Defensive bedenklich, immer mal geht die Lufthoheit verloren. Auch Torhüter Thomas Kraft (1,87 Meter) hat sich bislang nicht als Meister der Strafraumbeherrschung erwiesen, vor dem die gegnerischen Stürmer zittern. Seine Stärken besitzt er auf der Linie und in schwierigen Eins-zu-eins-Situationen. Der norwegische Nationaltorhüter Rune Jarstein (1,90 Meter), im Winter verpflichtet, konnte nach einem Muskelfaserriss noch nicht den geplanten internen Konkurrenzdruck auf Kraft ausüben.

Nur wenige mit Gardemaß

„Ja, wir sind zu kurz“, gibt Luhukay zu, „dadurch sind wir bei Eckbällen und Freistößen anfällig. Wir kennen das Problem, können es aber personell im Moment nicht ändern.“ Nur die Innenverteidiger Sebastian Langkamp (1,91 Meter) und John Anthony Brooks (1,93 Meter) weisen Gardemaß auf – der junge Brooks , 21, war allerdings bislang nach mehreren Verletzungen außer Gefecht gesetzt. „Er ist wieder nahe dran an der ersten Elf“, sagte Luhukay vor dem Duell in Stuttgart, „ich denke über ihn nach.“
(...)
Aus dem Berliner Aufgebot sind nur noch Peter Niemeyer (1,91Meter ) und Maik Franz (1,90 Meter) groß gewachsen, sowie Angreifer Sandro Wagner (1,94 Meter). Niemeyer und Wagner leben mit dem Status des Einwechselspielers, Franz wurde in die U23-Mannschaft versetzt und klagt vor dem Arbeitsgericht auf „Wiederzulassung am Training der Lizenzspieler-Mannschaft“. Fakt ist, dass Manager Michael Preetz bei den Planungen für die nächste Saison nach einem neuen Innenverteidiger fahndet, der Gardemaß aufweisen soll.

Mehr Präsenz und Konzentration

Keeper Kraft, bei Hertha unumstritten die Nummer eins, sagt: „Wir müssen unbedingt daran arbeiten, bei Standards besser zu reagieren.“ Für ihn sei nicht unbedingt die Größe seiner Vorderleute entscheidend, sondern die Konzentration. Nach dem jüngsten Kopfballtreffer durch den Wolfsburger Abwehrmann Robin Knoche (1,90 Meter) wusste Herthas Abwehrchef Sebastian Langkamp im ersten Moment nicht, wer dem plötzlich Anstürmenden zugeordnet war. Später outete sich Tolga Cigerci: „Das war mein Mann, also mein Fehler.“

Jos Luhukay sagte vor dem Abflug der Mannschaft nach Stuttgart, er mache sich weniger Sorgen um die Standards. „Ja, wir müssen dort zulegen, aber man sollte das Problem nicht größer machen, als es ist. Wir brauchen manchmal in der Defensive einfach mehr Präsenz und Robustheit.“ Damit sollen die Nachteile in der Körpergröße ausgeglichen werden. Dennoch: Hertha hat durch diese Defizite einige Punkte verloren.

Trainer Luhukay sieht aber in dieser Schwäche vor allem auch eine Stärke der gesamten Bundesliga. „Die Standards haben eine ganz andere Qualität als etwa in der Zweiten Bundesliga.“ Dort glänzte der spätere Aufsteiger und ergatterte nach vielen gefürchteten Freistößen des Brasilianers Ronny zahlreiche Punkte. „In der Ersten Liga besitzt jede Mannschaft Profis, die einen starken rechten oder linken Fuß haben und die gefährliche Freistöße schießen können. Dazu kommen auch exzellente Kopfballspieler“, beschreibt Luhukay die Lage, „Freistöße mit Effet oder Eckbälle sind tatsächlich schwer zu verteidigen. Wir müssen künftig mehr Präsenz in den Zweikämpfen zeigen.“
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Und Manager Michael Preetz fordert: „Wir müssen uns unsere Kompaktheit bewahren.“ Alle Profis sind sensibilisiert, auch was die Defensive betrifft. Vielleicht aber sollte man Freistöße in Strafraumnähe und Eckbälle von vornherein möglichst vermeiden.
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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Probleme bei Standards |#3
20.01.2017 - 10:57 Uhr
Hertha ist bei Eckbällen das harmloseste Team der gesamten Bundesliga. Das soll sich in Leverkusen ändern – dank Spezialtraining.
Morgenpost-Artikel zu unserer Schwäche bei Ecken - sowohl vorne wie hinten. Ich hoffe, dass Co-Trainer Hamzagic den Spielern ein paar wertvolle Hinweise und Varianten mit auf den Weg geben konnte, denn gerade wenn es spielerisch mal nicht so läuft - und angesichts einiger schwerwiegender Ausfälle zu Beginn der Rückrunde, ist damit ja ab und an zu rechnen - sind Standards etwas, wo wir definitiv noch ein paar Prozentpunkte rauskitzeln können. Plattenhardt hat gegen Darmstadt gezeigt, wie's geht. zwinker

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Bluesky: @pascal91
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