Wolf: Maza entscheidet sich gegen DFB und für Algerien – „Hat das Gefühl, die Position ist zu“
Ibrahim Maza ist mit 18 Jahren und einem Marktwert von 5 Millionen Euro einer der drei wertvollsten Fußballer im Kader von Hertha BSC und eines der größten Talente Deutschlands. Der offensive Mittelfeldspieler hat sich laut U20-Nationaltrainer Hannes Wolf jedoch gegen eine weitere [...]
Da würde ich mich auch für Algerien entscheiden.
Wir brauchen beim DFB mehr Qualität in der Tiefe, wie es bspw. England und Frankreich haben. Aktuell müssen alle Spieler bei 100% sein, wenn ein großes Turnier ansteht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FantasticDan am 22.09.2024 um 14:11 Uhr bearbeitet Bei Algerien kann er aber zum Dreh- und Angelpunkt werden.
Dennoch darf auch der DFB hier wieder hinterfragen, warum ein Talent wie Maza letzte Länderspielpause unbedeutende U20 Länderspiele spielen musste statt in der U21 die Quali-Spiele zu machen mit Perspektive auf die U21 EM im Sommer. Die beim DFB vorherrschende mangelnde Spitzenförderung trägt sicherlich auch nicht dazu bei, dass sich ein Maza beim DFB extrem wichtig und verbunden fühlt, nachdem er von der U15 bis zur U17 bereits vom DFB ignoriert wurde, weil er Spätgeborener ist. Es mögen kleine Entscheidungen sein, aber in Summe sind das einfach Dinge, die natürlich in die Verbundenheit zum Verband mit reinspielen. Wenn Algerien sich über Jahre bemüht, ihn und seine Familie mehrfach einladen und viel Zeit und Mühe investieren, um Maza von dem algerischen Weg zu überzeugen, während beim DFB eine E-Mail mit der Kaderliste an den Club geht und man dann halt eben zum Lehrgang kommen muss, Spiele macht und dann wieder nach Hause fährt, teils ohne ein Einzelgespräch mit einem Coach oder Verbandsmitarbeiter in Tiefe zu haben, dann ist das natürlich ein anderes Verbundenheitsgefühl.
Der DFB muss dringend in der Realität ankommen und seinen Ansatz ändern. Man geht da nach wie vor mit einem Selbstverständnis dran, was man sich in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr leisten kann.
Ja, es geht um Nationen aber oftmals wird vergessen, dass die Entscheidung auch immer eine Entscheidung für einen Verband ist und dann ist die Frage eben nicht nur "Deutschland oder Algerien?" sondern es spielen Erfahrungen, Beziehungen und das erhaltene Vertrauen eine Rolle und beeinflussen die Entscheidung massiv. Knapp jeder Zweite Spieler in den U-Nationalmannschaften kann für mehrere Nationen auflaufen und trotzdem denkt der DFB nach wie vor, dass man das Problem nicht proaktiv bearbeiten muss. Ich weiß, wie es in vielen Verbänden läuft und ich sage euch, nahezu alle Verbände haben sich angepasst, Maßnahmen getroffen und sich entsprechend dieser gesellschaftlichen Entwicklungen ausgerichtet. Der DFB nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bayern777 am 22.09.2024 um 14:41 Uhr bearbeitet Uzun, Maza.. Wanner next?
Matanovic nicht zu vergessen. Der hat sich auch unlängst für Kroatien entschieden, obwohl auf seiner Position im Gegensatz zur 10 wirklich Bedarf bestehen würde und er bei guter Entwicklung gute Chancen auf nen Stammplatz gehabt hätte
Für mich aus deutscher Perspektive extrem frustrierend. Ist zwar richtig, dass wir Musiala und Wirtz haben, dennoch verlieren wir hier in ein, meinen Augen,Top 3 Offensivtalent in diesem Land, weshalb es für mich erstmal extrem enttäuschende Nachrichten sind. Am Ende ist es aber natürlich seine Entscheidung.
Dennoch darf auch der DFB hier wieder hinterfragen, warum ein Talent wie Maza letzte Länderspielpause unbedeutende U20 Länderspiele spielen musste statt in der U21 die Quali-Spiele zu machen mit Perspektive auf die U21 EM im Sommer. Die beim DFB vorherrschende mangelnde Spitzenförderung trägt sicherlich auch nicht dazu bei, dass sich ein Maza beim DFB extrem wichtig und verbunden fühlt, nachdem er von der U15 bis zur U17 bereits vom DFB ignoriert wurde, weil er Spätgeborener ist. Es mögen kleine Entscheidungen sein, aber in Summe sind das einfach Dinge, die natürlich in die Verbundenheit zum Verband mit reinspielen. Wenn Algerien sich über Jahre bemüht, ihn und seine Familie mehrfach einladen und viel Zeit und Mühe investieren, um Maza von dem algerischen Weg zu überzeugen, während beim DFB eine E-Mail mit der Kaderliste an den Club geht und man dann halt eben zum Lehrgang kommen muss, Spiele macht und dann wieder nach Hause fährt, teils ohne ein Einzelgespräch mit einem Coach oder Verbandsmitarbeiter in Tiefe zu haben, dann ist das natürlich ein anderes Verbundenheitsgefühl.
Der DFB muss dringend in der Realität ankommen und seinen Ansatz ändern. Man geht da nach wie vor mit einem Selbstverständnis dran, was man sich in der heutigen Zeit überhaupt nicht mehr leisten kann.
Ja, es geht um Nationen aber oftmals wird vergessen, dass die Entscheidung auch immer eine Entscheidung für einen Verband ist und dann ist die Frage eben nicht nur "Deutschland oder Algerien?" sondern es spielen Erfahrungen, Beziehungen und das erhaltene Vertrauen eine Rolle und beeinflussen die Entscheidung massiv. Knapp jeder Zweite Spieler in den U-Nationalmannschaften kann für mehrere Nationen auflaufen und trotzdem denkt der DFB nach wie vor, dass man das Problem nicht proaktiv bearbeiten muss. Ich weiß, wie es in vielen Verbänden läuft und ich sage euch, nahezu alle Verbände haben sich angepasst, Maßnahmen getroffen und sich entsprechend dieser gesellschaftlichen Entwicklungen ausgerichtet. Der DFB nicht.
Bist du Spielerberater oder in einer hohen Funktion in einen Topclub tätig? Woher kann man sonst das Detailwissen haben, wie Verbände speziell mit jungen Spielern umgehen?
Eine Veränderung und damit ein wichtiger Punkt im Fußball allgemein ist doch auch bekannt. Die Nationen, auch weiter unten in der Weltrangliste, werden immer besser. Es gibt immer mehr Spiele die enger bestritten werden obwohl der Unterschied beider Teams in der Rangliste eigentlich zu groß ist. In diese Richtung hört man auch Aussagen von zum Beispiel eines Kimmichs. Ich denke Wanner wird der Nächste. Aber auch ohne Wanner und Maza wird es ein gutes Team geben.






