| Geburtsdatum | 01.06.1984 |
|---|---|
| Alter | 42 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Geschäftsführer |
| Akt. Verein | FC Augsburg |
Michael Ströll [Geschäftsführer]
28.08.2025 - 17:29 Uhr
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25.12.2025 - 09:55 Uhr
Planungssicherheit ist doch heute nur noch ein Begriff, der sehr kurzfristig ausgelegt werden kann.
Genau aus dem Grund feiere ich immer noch die Entscheidung, die unsere Verantwortlichen in diesem Jahr verkündet haben. Für mich war das - und das habe ich ja schon jahrelang immer hier geschrieben - ein dringend notwendiger Schritt: Eine spielerische Vereinsphilosophie, gepaart mit der Einbindung der kompletten Jugend und auch aller Trainer. Aber auch das öffentliche Aussprechen einer Vision.
Jeder, der was erreichen möchte, benötigt eine Vision. Bei mir selbst ist das einfach, weil ich das nur mit mir ausmachen muss. In einer Organisation ist das ein Prozess, den man gemeinsam entwickelt. Eine Vision, ein Leitbild steht am Anfang einer Entwicklung. Auf diese Vision richte ich dann meine nächsten Teilziele aus.
Hier muss ich natürlich immer wieder controllen, ob Teilziele erreicht wurden, oder ob Anpassungen notwendig sind. So ein Prozess dauert Jahre, kann auch mal zu einem Schritt rückwärts führen, bevor es dann wieder nach vorne geht.
Von daher verstehe ich die ganzen Kritiker nicht, die jetzt immer wieder Ströll und Krapf kritisieren.
Nein, ich sehe die Entwicklung des letzten halben Jahres eher positiv, vielleicht derzeit nicht sportlich, aber organisatorisch. Endlich hat man sich Ziele gesetzt, eine Vision erarbeitet. Köpfe müssen hier austauschbar sein, Kurskorrekturen müssen notwendig sein, aber trotzdem darf der Plan nicht - wie in den letzten Jahren immer wieder geschehen - komplett über den Haufen geworfen werden.
Was war denn der Plan seit dem Aufstieg? "Wir wollen nicht absteigen", wow, ein toller Plan. Mal der Trainer, mal der Trainer, völlig egal, welche Präferenzen dieser hat, gefolgt von einem Kader, der auf kein Spielsystem zuordenbar war, sondern eine Mischung, der Vorstellungen der unterschiedlichsten Trainer. Immer wieder gerade mal so irgendwo im Niemandsland der Tabelle gelandet.
"Reicht doch - der Verein hat ja gesagt, nicht absteigen ist das Ziel!"
In den ersten Jahren vielleicht eine ganz passable Lösung, aber spätestens nach 4 bis 5 Jahren hätte dieser Schritt, den unsere Verantwortlichen jetzt gemacht haben, schon dazu gehört.
Und jetzt die Verantwortlichen zu kritisieren ist einfach, sehr einfach! Ein Trainer und ein Sportdirektor wurden entlassen, die neuen Strukturen passen noch nicht so ganz. Wer von uns weiß denn genau, warum diese Trennungen stattfanden? Vielleicht wollten auch die beiden diesen Weg nicht mitgehen (Beispiel: Banks)? Und ja, auch ich hätte kein Problem damit gehabt, dass Jurendic und Thorup bleiben, ich habe aber keine Ahnung, was hinter verschlossenen Türen dazu geführt hat, dass man zu der Erkenntnis kam, dass es nicht mehr passt.
Natürlich müssen wir aufpassen, dass man hier nicht absteigt, das ist natürlich sicher eines der Teilziele und auch hier arbeiten die Verantwortlichen sicherlich auf Hochtouren.
Aber nochmal, wir sind am Anfang eines Prozesses, der Jahre dauern wird. Hat nicht Ströll sogar mal von einem "2030" gesprochen?
Erstmalig seit dem Aufstieg erkenne zumindest ich einen Plan, der zukunftsorientiert ist. Und genau das gefällt mir.
(Googelt mal "Balanced Scorecard" - etwas in dieser Richtung wurde jetzt angestoßen und das ist gut so!)
Ich wünsche allen schönen Feiertag und einen Guten Rutsch.
Genau aus dem Grund feiere ich immer noch die Entscheidung, die unsere Verantwortlichen in diesem Jahr verkündet haben. Für mich war das - und das habe ich ja schon jahrelang immer hier geschrieben - ein dringend notwendiger Schritt: Eine spielerische Vereinsphilosophie, gepaart mit der Einbindung der kompletten Jugend und auch aller Trainer. Aber auch das öffentliche Aussprechen einer Vision.
Jeder, der was erreichen möchte, benötigt eine Vision. Bei mir selbst ist das einfach, weil ich das nur mit mir ausmachen muss. In einer Organisation ist das ein Prozess, den man gemeinsam entwickelt. Eine Vision, ein Leitbild steht am Anfang einer Entwicklung. Auf diese Vision richte ich dann meine nächsten Teilziele aus.
Hier muss ich natürlich immer wieder controllen, ob Teilziele erreicht wurden, oder ob Anpassungen notwendig sind. So ein Prozess dauert Jahre, kann auch mal zu einem Schritt rückwärts führen, bevor es dann wieder nach vorne geht.
Von daher verstehe ich die ganzen Kritiker nicht, die jetzt immer wieder Ströll und Krapf kritisieren.
Nein, ich sehe die Entwicklung des letzten halben Jahres eher positiv, vielleicht derzeit nicht sportlich, aber organisatorisch. Endlich hat man sich Ziele gesetzt, eine Vision erarbeitet. Köpfe müssen hier austauschbar sein, Kurskorrekturen müssen notwendig sein, aber trotzdem darf der Plan nicht - wie in den letzten Jahren immer wieder geschehen - komplett über den Haufen geworfen werden.
Was war denn der Plan seit dem Aufstieg? "Wir wollen nicht absteigen", wow, ein toller Plan. Mal der Trainer, mal der Trainer, völlig egal, welche Präferenzen dieser hat, gefolgt von einem Kader, der auf kein Spielsystem zuordenbar war, sondern eine Mischung, der Vorstellungen der unterschiedlichsten Trainer. Immer wieder gerade mal so irgendwo im Niemandsland der Tabelle gelandet.
"Reicht doch - der Verein hat ja gesagt, nicht absteigen ist das Ziel!"
In den ersten Jahren vielleicht eine ganz passable Lösung, aber spätestens nach 4 bis 5 Jahren hätte dieser Schritt, den unsere Verantwortlichen jetzt gemacht haben, schon dazu gehört.
Und jetzt die Verantwortlichen zu kritisieren ist einfach, sehr einfach! Ein Trainer und ein Sportdirektor wurden entlassen, die neuen Strukturen passen noch nicht so ganz. Wer von uns weiß denn genau, warum diese Trennungen stattfanden? Vielleicht wollten auch die beiden diesen Weg nicht mitgehen (Beispiel: Banks)? Und ja, auch ich hätte kein Problem damit gehabt, dass Jurendic und Thorup bleiben, ich habe aber keine Ahnung, was hinter verschlossenen Türen dazu geführt hat, dass man zu der Erkenntnis kam, dass es nicht mehr passt.
Natürlich müssen wir aufpassen, dass man hier nicht absteigt, das ist natürlich sicher eines der Teilziele und auch hier arbeiten die Verantwortlichen sicherlich auf Hochtouren.
Aber nochmal, wir sind am Anfang eines Prozesses, der Jahre dauern wird. Hat nicht Ströll sogar mal von einem "2030" gesprochen?
Erstmalig seit dem Aufstieg erkenne zumindest ich einen Plan, der zukunftsorientiert ist. Und genau das gefällt mir.
(Googelt mal "Balanced Scorecard" - etwas in dieser Richtung wurde jetzt angestoßen und das ist gut so!)
Ich wünsche allen schönen Feiertag und einen Guten Rutsch.
25.12.2025 - 12:05 Uhr
@Lechschwoob : gut - und ganz in meinem Sinne formuliert! 👍️
Vom neu-installierten FCA-Management wurden zuerst organisatorische (eigenes Merchandising, Sponsorenbetreuung, Catering, Führung verbreitert, etc.) und für diese Saison auch sportliche "Change"-Prozess angestoßen, die nach 14 Jahren auch notwendig waren und die ich persönlich auch von neuen, relativ jungen Führungsverantwortlichen erwarte nach dem Motto "Euphorie ist nicht Bewahrung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers" .
Transformationen dauern erfahrungsgemäß länger - sieht man z.B. am Mobilitätswandel zu alternativen Antrieben. Dazu gehört mMn auch das gecancelte Projekt Wagner - zumindest weiß nun jeder Fußballinteressierte, jeder aktuelle FCA-Spieler, die Jungs im NLZ und jeder potentielle Neuzugang, dass nicht Zweckfußball, sondern eine "aktive-attraktivere" Spielweise das Ziel des Clubs ist.
In dieser Phase einer gewünschten Entwicklung sehe ich Übergangstrainer Baum keineswegs als Rückschritt in alte Zeiten - ein Mauerkünstler und Verfechter einer destruktiven Spielweise war er eh noch nie...und er hat sich seit seinem letzten Trainer-Engagement (= Schalke, Jahr 2020) sicher auch fußballtaktisch und -philosophisch weiterentwickelt...wobei "Marius Wolf als Mittelstürmer" eher die Ausnahme bleiben sollte!
Auch das Jahr 2026 bleibt für den FCA sicher spannend - Abstiegssumpf sollte natürlich nicht passieren!
Vom neu-installierten FCA-Management wurden zuerst organisatorische (eigenes Merchandising, Sponsorenbetreuung, Catering, Führung verbreitert, etc.) und für diese Saison auch sportliche "Change"-Prozess angestoßen, die nach 14 Jahren auch notwendig waren und die ich persönlich auch von neuen, relativ jungen Führungsverantwortlichen erwarte nach dem Motto "Euphorie ist nicht Bewahrung der Asche, sondern Weitergabe des Feuers" .
Transformationen dauern erfahrungsgemäß länger - sieht man z.B. am Mobilitätswandel zu alternativen Antrieben. Dazu gehört mMn auch das gecancelte Projekt Wagner - zumindest weiß nun jeder Fußballinteressierte, jeder aktuelle FCA-Spieler, die Jungs im NLZ und jeder potentielle Neuzugang, dass nicht Zweckfußball, sondern eine "aktive-attraktivere" Spielweise das Ziel des Clubs ist.
In dieser Phase einer gewünschten Entwicklung sehe ich Übergangstrainer Baum keineswegs als Rückschritt in alte Zeiten - ein Mauerkünstler und Verfechter einer destruktiven Spielweise war er eh noch nie...und er hat sich seit seinem letzten Trainer-Engagement (= Schalke, Jahr 2020) sicher auch fußballtaktisch und -philosophisch weiterentwickelt...wobei "Marius Wolf als Mittelstürmer" eher die Ausnahme bleiben sollte!
Auch das Jahr 2026 bleibt für den FCA sicher spannend - Abstiegssumpf sollte natürlich nicht passieren!
26.12.2025 - 14:58 Uhr
Zitat von schretzsche
Welchen Plan erkennst du denn? Ich weiß das du großer Fan von einem „einheitlichen Systems" bist, wo erkennst dieses beim FCA? Für was steht der Fußball des FCA? Für was stand sandro Wagner beim FCA? Mal ballbesitz, mal ein bisschen Pressing, mal abwarten. Von allem ein bisschen aber für nichts so richtig. Das ist in meinen Augen keine Identität und stringente Philosophie.
Im allgemeinen ist die Strategie ja sehr vage gehalten. Aktiv spielen kann ja alles bedeuten.
Du führst ja gerne Mainz oder Freiburg dafür ins Feld. In Mainz wurde zuletzt Urs Fischer verpflichtet der für das komplette Gegenteil als sein Vorgänger steht. In Freiburg verhält es sich ähnlich.
Eine Strategie ist wichtig, die Umsetzung aber wichtiger und hier hat sich der Club völlig verhoben.
Beginnend mit der Entlassung von JT & MJ, der Verpflichtung von SW, ohne Sportdirektor in die Vorbereitung zu starten. Dem viel zu langen warten mit der Freisetzung von letzterem und das berufen von Baum als Cheftrainer. Kein Team im in und Ausland hat die letzten Jahre Interesse an Baum als Trainer gezeigt. Ich denke das hat seine Gründe. Vielleicht macht er den Job als Trainer jetzt nur aus Verbundenheit zum FCA oder weil es kein anderer machen möchte- beides halte ich für eine sehr schlechte Motivation.
Am Ende, halte ich diese Saison für eine verlorene und hoffe, dass sie nicht im Fiasko endet.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie du einerseits sagst, es gibt keine Planungssicherheit gleichzeitig aber eine Vision bis „2030“ für gut befindest.
Zitat von Lechschwoob
Planungssicherheit ist doch heute nur noch ein Begriff, der sehr kurzfristig ausgelegt werden kann.
Genau aus dem Grund feiere ich immer noch die Entscheidung, die unsere Verantwortlichen in diesem Jahr verkündet haben. Für mich war das - und das habe ich ja schon jahrelang immer hier geschrieben - ein dringend notwendiger Schritt: Eine spielerische Vereinsphilosophie, gepaart mit der Einbindung der kompletten Jugend und auch aller Trainer. Aber auch das öffentliche Aussprechen einer Vision.
Jeder, der was erreichen möchte, benötigt eine Vision. Bei mir selbst ist das einfach, weil ich das nur mit mir ausmachen muss. In einer Organisation ist das ein Prozess, den man gemeinsam entwickelt. Eine Vision, ein Leitbild steht am Anfang einer Entwicklung. Auf diese Vision richte ich dann meine nächsten Teilziele aus.
Hier muss ich natürlich immer wieder controllen, ob Teilziele erreicht wurden, oder ob Anpassungen notwendig sind. So ein Prozess dauert Jahre, kann auch mal zu einem Schritt rückwärts führen, bevor es dann wieder nach vorne geht.
Von daher verstehe ich die ganzen Kritiker nicht, die jetzt immer wieder Ströll und Krapf kritisieren.
Nein, ich sehe die Entwicklung des letzten halben Jahres eher positiv, vielleicht derzeit nicht sportlich, aber organisatorisch. Endlich hat man sich Ziele gesetzt, eine Vision erarbeitet. Köpfe müssen hier austauschbar sein, Kurskorrekturen müssen notwendig sein, aber trotzdem darf der Plan nicht - wie in den letzten Jahren immer wieder geschehen - komplett über den Haufen geworfen werden.
Was war denn der Plan seit dem Aufstieg? "Wir wollen nicht absteigen", wow, ein toller Plan. Mal der Trainer, mal der Trainer, völlig egal, welche Präferenzen dieser hat, gefolgt von einem Kader, der auf kein Spielsystem zuordenbar war, sondern eine Mischung, der Vorstellungen der unterschiedlichsten Trainer. Immer wieder gerade mal so irgendwo im Niemandsland der Tabelle gelandet.
"Reicht doch - der Verein hat ja gesagt, nicht absteigen ist das Ziel!"
In den ersten Jahren vielleicht eine ganz passable Lösung, aber spätestens nach 4 bis 5 Jahren hätte dieser Schritt, den unsere Verantwortlichen jetzt gemacht haben, schon dazu gehört.
Und jetzt die Verantwortlichen zu kritisieren ist einfach, sehr einfach! Ein Trainer und ein Sportdirektor wurden entlassen, die neuen Strukturen passen noch nicht so ganz. Wer von uns weiß denn genau, warum diese Trennungen stattfanden? Vielleicht wollten auch die beiden diesen Weg nicht mitgehen (Beispiel: Banks)? Und ja, auch ich hätte kein Problem damit gehabt, dass Jurendic und Thorup bleiben, ich habe aber keine Ahnung, was hinter verschlossenen Türen dazu geführt hat, dass man zu der Erkenntnis kam, dass es nicht mehr passt.
Natürlich müssen wir aufpassen, dass man hier nicht absteigt, das ist natürlich sicher eines der Teilziele und auch hier arbeiten die Verantwortlichen sicherlich auf Hochtouren.
Aber nochmal, wir sind am Anfang eines Prozesses, der Jahre dauern wird. Hat nicht Ströll sogar mal von einem "2030" gesprochen?
Erstmalig seit dem Aufstieg erkenne zumindest ich einen Plan, der zukunftsorientiert ist. Und genau das gefällt mir.
(Googelt mal "Balanced Scorecard" - etwas in dieser Richtung wurde jetzt angestoßen und das ist gut so!)
Ich wünsche allen schönen Feiertag und einen Guten Rutsch.
Planungssicherheit ist doch heute nur noch ein Begriff, der sehr kurzfristig ausgelegt werden kann.
Genau aus dem Grund feiere ich immer noch die Entscheidung, die unsere Verantwortlichen in diesem Jahr verkündet haben. Für mich war das - und das habe ich ja schon jahrelang immer hier geschrieben - ein dringend notwendiger Schritt: Eine spielerische Vereinsphilosophie, gepaart mit der Einbindung der kompletten Jugend und auch aller Trainer. Aber auch das öffentliche Aussprechen einer Vision.
Jeder, der was erreichen möchte, benötigt eine Vision. Bei mir selbst ist das einfach, weil ich das nur mit mir ausmachen muss. In einer Organisation ist das ein Prozess, den man gemeinsam entwickelt. Eine Vision, ein Leitbild steht am Anfang einer Entwicklung. Auf diese Vision richte ich dann meine nächsten Teilziele aus.
Hier muss ich natürlich immer wieder controllen, ob Teilziele erreicht wurden, oder ob Anpassungen notwendig sind. So ein Prozess dauert Jahre, kann auch mal zu einem Schritt rückwärts führen, bevor es dann wieder nach vorne geht.
Von daher verstehe ich die ganzen Kritiker nicht, die jetzt immer wieder Ströll und Krapf kritisieren.
Nein, ich sehe die Entwicklung des letzten halben Jahres eher positiv, vielleicht derzeit nicht sportlich, aber organisatorisch. Endlich hat man sich Ziele gesetzt, eine Vision erarbeitet. Köpfe müssen hier austauschbar sein, Kurskorrekturen müssen notwendig sein, aber trotzdem darf der Plan nicht - wie in den letzten Jahren immer wieder geschehen - komplett über den Haufen geworfen werden.
Was war denn der Plan seit dem Aufstieg? "Wir wollen nicht absteigen", wow, ein toller Plan. Mal der Trainer, mal der Trainer, völlig egal, welche Präferenzen dieser hat, gefolgt von einem Kader, der auf kein Spielsystem zuordenbar war, sondern eine Mischung, der Vorstellungen der unterschiedlichsten Trainer. Immer wieder gerade mal so irgendwo im Niemandsland der Tabelle gelandet.
"Reicht doch - der Verein hat ja gesagt, nicht absteigen ist das Ziel!"
In den ersten Jahren vielleicht eine ganz passable Lösung, aber spätestens nach 4 bis 5 Jahren hätte dieser Schritt, den unsere Verantwortlichen jetzt gemacht haben, schon dazu gehört.
Und jetzt die Verantwortlichen zu kritisieren ist einfach, sehr einfach! Ein Trainer und ein Sportdirektor wurden entlassen, die neuen Strukturen passen noch nicht so ganz. Wer von uns weiß denn genau, warum diese Trennungen stattfanden? Vielleicht wollten auch die beiden diesen Weg nicht mitgehen (Beispiel: Banks)? Und ja, auch ich hätte kein Problem damit gehabt, dass Jurendic und Thorup bleiben, ich habe aber keine Ahnung, was hinter verschlossenen Türen dazu geführt hat, dass man zu der Erkenntnis kam, dass es nicht mehr passt.
Natürlich müssen wir aufpassen, dass man hier nicht absteigt, das ist natürlich sicher eines der Teilziele und auch hier arbeiten die Verantwortlichen sicherlich auf Hochtouren.
Aber nochmal, wir sind am Anfang eines Prozesses, der Jahre dauern wird. Hat nicht Ströll sogar mal von einem "2030" gesprochen?
Erstmalig seit dem Aufstieg erkenne zumindest ich einen Plan, der zukunftsorientiert ist. Und genau das gefällt mir.
(Googelt mal "Balanced Scorecard" - etwas in dieser Richtung wurde jetzt angestoßen und das ist gut so!)
Ich wünsche allen schönen Feiertag und einen Guten Rutsch.
Welchen Plan erkennst du denn? Ich weiß das du großer Fan von einem „einheitlichen Systems" bist, wo erkennst dieses beim FCA? Für was steht der Fußball des FCA? Für was stand sandro Wagner beim FCA? Mal ballbesitz, mal ein bisschen Pressing, mal abwarten. Von allem ein bisschen aber für nichts so richtig. Das ist in meinen Augen keine Identität und stringente Philosophie.
Im allgemeinen ist die Strategie ja sehr vage gehalten. Aktiv spielen kann ja alles bedeuten.
Du führst ja gerne Mainz oder Freiburg dafür ins Feld. In Mainz wurde zuletzt Urs Fischer verpflichtet der für das komplette Gegenteil als sein Vorgänger steht. In Freiburg verhält es sich ähnlich.
Eine Strategie ist wichtig, die Umsetzung aber wichtiger und hier hat sich der Club völlig verhoben.
Beginnend mit der Entlassung von JT & MJ, der Verpflichtung von SW, ohne Sportdirektor in die Vorbereitung zu starten. Dem viel zu langen warten mit der Freisetzung von letzterem und das berufen von Baum als Cheftrainer. Kein Team im in und Ausland hat die letzten Jahre Interesse an Baum als Trainer gezeigt. Ich denke das hat seine Gründe. Vielleicht macht er den Job als Trainer jetzt nur aus Verbundenheit zum FCA oder weil es kein anderer machen möchte- beides halte ich für eine sehr schlechte Motivation.
Am Ende, halte ich diese Saison für eine verlorene und hoffe, dass sie nicht im Fiasko endet.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie du einerseits sagst, es gibt keine Planungssicherheit gleichzeitig aber eine Vision bis „2030“ für gut befindest.
Als allererstes mal vielen Dank für Dein sachliches Feedback.
Ich möchte mit Deinem letzten Absatz beginnen und gestehe hier ein, dass ich vor das Wort Planungssicherheit das Wort „personelle“ hinzufügen hätte sollen. Ich meinte damit, dass es keine personelle Planungssicherheit gibt, weder auf der Spieler-, noch auf der Trainerseite (plus Co-Trainer und Funktionsteam) und auch nicht auf Seite der Mitarbeiter, die nicht tagtäglich auf dem Platz stehen (Sportdirektor, Kaderplaner, Scouts, …). Aus diesem Grund ist es wichtig (und aus meiner Sicht sogar um Jahre zu spät geschehen), dass der Verein sich ein Leitbild, eine Vision gibt. Hier können sich Namen ändern, aber die Zielrichtung bleibt bestehen und das künftige Personal wird eben nach diesem Leitbild ausgewählt.
Etwas derartiges hatte sich der FCA ja bereits in Baums Zeit vorgenommen, dann aber wieder komplett verworfen. Was dann folgte, waren meiner Ansicht nach ein vogelwildes Hin und Her bei Trainerbestzungen und auch bei Transfers. Und irgendwie kam es mir so vor, als ob Profi- und Nachwuchsbereich zwar das gleiche Wappen auf dem Trikot trugen, aber nur nebeneinander herlebten, anstatt gemeinsam einen Weg zu verfolgen.
Ich möchte hier auch nochmal erwähnen, dass ich keine Insights beim FCA habe, ich in einer komplett anderen Branche arbeite, hier im Personal- und Organisationsbereich. Das Einzige ist, dass ich mich seit vielen Jahren für den FCA interessiere, aber nicht nur für die Profis, sondern insgesamt für den Verein. Im Fußball war ich nur 10 Jahre Abteilungsleiter bei einem Dorfverein.
Daher kann ich Deine Frage zu den Entlassungen von JT und MJ, sowie die Verpflichtung von SW auch nur aus meiner persönlichen Sicht mit einer gehörigen Portion Mutmaßungen bewerten. Zu den beiden Entlassungen kann ich nur mutmaßen, dass das intern entwickelte Konzept, vielleicht sogar auch der Wunsch nach einer deutlich höheren Durchlässigkeit aus dem U-Bereich bei JT und MJ bei diesen nicht so auf offene Ohren stieß. Das mache ich jetzt zuallererst mal an der Personalie Banks fest, als damals beim Kiel-Spiel ein LV die IV Position übernehmen musste und Banks weiterhin auf der Bank schmorte. Danach soll es ja durchaus etwas gekracht haben, was JT dann Anfang 2025 veranlasste, Banks Spielzeit zu geben, aber auch nur für einen sehr begrenzten Zeitraum. Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass bei der Trennung mit JT und MJ einfach unterschiedliche künftige strategische Meinungen vorlagen, die dann zur Trennung führten.
Sandro Wagner. Puh, hier muss ich echt überlegen, wie ich diesen in meine Überlegungen unterbringe. Er war sicherlich eine spannende Personalie, jedoch empfand ich die Verpflichtung, verbunden mit der kompletten Umstrukturierung im Verein als einen Step zuviel. Aber das ist auch hier nur meine persönliche Meinung.
Die Installation von Manuel Baum als Leiter als Direktor Entwicklung (abgekürzt) fand ich wiederrum gut. Im Nachwuchsbereich hat er sich beim DFB und auch bei RB einen Namen gemacht. Ich schätzte ihn schon lange als sehr guten Theoretiker, ich glaube auch, dass das sein Problem war, dass er theoretisch ein absoluter Fachmann ist, seine Entlassung bei uns damals aber zurückzuführen war, auf die Vermittlung zu den Spielern in die Praxis. Er hat sich aber über die Jahre auch verändert, entwickelt und weitergebildet, wodurch ich hoffe, dass er auf dieser Kompetenzebene deutlich dazugewonnen hat und daher eine sehr gute Lösung für uns derzeit darstellt.
Kommen wir noch zum Thema einheitliches Spielsystem. Hier meine ich, dass man sowohl bei den Profis, als auch in den Jugendbereichen die gleichen Ansätze verfolgt, Fußball zu spielen. Dies ist wichtig für eine vereinsseitig gewollte Durchlässigkeit vom Nachwuchs- in den Profibereich. Über Jahre spielten aber die Profis anders als der Nachwuchs, wobei ich gestehen muss, dass ich hauptsächlich die U23 anschaue und nur ein oder zwei mal im Jahr die U19.
Aber auch hier gilt: Als Baum Trainer war, hatten wir den ein oder anderen Spieler nach oben gezogen, danach eigentlich nicht mehr, bis man dann im letzten Jahr / der letzten Saison erkannte, dass es so nicht weitergehen kann.
Freiburg und Mainz führte ich schon des Öfteren auf, das ist richtig. Hier geht es aber eben auch nicht um Köpfe und Namen, sondern um strategische Gesichtspunkte. Hier ist dann auch Freiburg definitiv noch vor Mainz zu nennen. Seit wieviel Jahrzehnten bedienen sich die Freiburger im Trainerbereich aus der eigenen Jugend? Und das ja (siehe Streich) mit außerordentlichem Erfolg. Auch die Durchlässigkeit in den Profibereich ist hier außerordentlich gut. Jetzt kann man sagen, die haben keine Konkurrenz und geografische Vorteile im Jugendbereich. Da muss ich aber erwidern, das glaube ich nicht, die machen einfach hervorragende Arbeit und sind daher auch brutal attraktiv für junge Spieler.
Und aus diesem Modell entstehen wirtschaftliche Vorteile, die uneinholbar sind. Zum Einen benötigt man deutlich weniger externe Transfers auf der Zugangsseite, sondern hat Spieler, die eine gewisse Vereins- und Regionsverbundenheit haben und auch noch potentiell günstiger sind, zum Anderen erlöst man hier bei Abgängen einen wesentlich höheren Gewinn.
Und nun noch zu Deinem ersten Absatz: Ich erkenne derzeit noch keinen Plan, ich bin aber guter Dinge, dass sich das auf Dauer ändern wird. Ein beginnendes Projekt nach ein paar Monaten zu bewerten, können nur direkt involvierte Personen machen. Und hier kommen wir wieder zum Leitbild/Vision. Natürlich werden auf dem Weg immer wieder Teilzielüberprüfungen essentiell wichtig sein, auch Kurskorrekturen notwendig werden. Aber ich hoffe und glaube, dass man nun nicht mehr von Saison zu Saison denkt, immer mit dem Leitsatz „Wenn wir nicht absteigen, ist alles gut!“, sondern seine Planungen längerfristig ausrichtet.
Ganz im Ernst: Wer von uns konnte denn dieses „Wenn wir nicht absteigen, ist alles gut!“ noch hören?
Und genau so geht es doch auch Spielern, bei ihrer Entscheidung, ob sie zu einem Verein gehen oder nicht!
Ich hoffe, dass ich jetzt nichts vergessen habe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lechschwoob am 26.12.2025 um 15:10 Uhr bearbeitet
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