Marktwerte Ukraine: Vanat auf Dovbyks Spuren – Plus für Stuttgart-Kandidat Shaparenko
Mit 17 Toren wurde Vladyslav Vanat (23) Torschützenkönig der Premier Liga und ist nun auch größter Gewinner des Marktwert-Updates in der Ukraine. Der Angreifer von Meister Dynamo Kyiv springt um 4 Millionen auf 15 Millionen Euro. Einen neuen Karrierehöchstwert erreicht auch sein Teamkollege Mykola Shaparenko (26), der mit dem VfB Stuttgart in Verbindung gebracht wurde. Champion Kyiv legt infolgedessen am meisten zu im Vergleich aller Klubs. Der Kaderwert steigt um 7,3 Mio. auf 89,5 Mio. Euro, Pokalsieger Shakhtar Donetsk bleibt jedoch mit großem Vorsprung der wertvollste Verein mit 161 Mio. Euro – trotz eines Minus von 4 Mio. Euro.
Für Vanat war es der zweite Titel als Torschützenkönig in Folge. Der Angreifer wandelt damit auf den Spuren von Artem Dovbyk, dem dies 2022 und 2023 gelungen war. Wie einst den Roma-Profi könnte es auch Vanat bald in eine Top-Liga ziehen. „Spieler seines Profils sind sehr begehrt, sowohl in Italien als auch in Spanien und England. Der Spieler selbst will unbedingt den nächsten Schritt machen. Das Einzige, was seinen Wechsel im Sommer verhindern könnte, sind die Verhandlungstaktiken von Vereinspräsident Igor Surkis, der sich sehr gerne im letzten Moment einmischt und die Ablöseforderungen exorbitant hochschraubt. So hatte sein Eingreifen im Januar den Wechsel von Volodymyr Brazhko zu Wolverhampton verhindert, als er im letzten Moment statt 12 Millionen mindestens 18 Millionen Euro gefordert hatte“, sagt Artjom Zavodnyk, Ukraine-Experte bei Transfermarkt.
Für Shaparenko geht es unterdessen nach einer starken Saison mit 14 Scorern um eine Mio. auf 11 Mio. Euro hinauf. „Ein höheres Plus wird aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit in den letzten Jahren kritisch gesehen“, erklärt Zavodnyk die geringe Aufwertung. Mit Taras Mykhavko (20) und seinem Sprung um 2 Mio. auf 5 Mio. Euro kommt ein weiterer Gewinner des Updates von Dynamo.
Unverändert mit 32 Mio. Euro der wertvollste Spieler der Liga bleibt Georgiy Sudakov (22). „Auch sein Wechsel im Sommer in eine Top-Liga wird erwartet“, sagt Zavodnyk: „Bislang hatte sich Shakhtar allerdings mit Forderungen von über 50 Mio. Euro verzockt. Nach dem Flop von Mykhaylo Mudryk, der aktuell wegen eines Dopingvergehens gesperrt ist, ist die Zahlungsbereitschaft möglicher Interessenten deutlich gesunken und mehr als 35 Millionen bis 40 Millionen Euro wurden für Sudakov nicht geboten. Aufgrund der verpassten Möglichkeit zur Champions-League-Quali könnte Shakhtar allerdings gesprächsbereiter werden.“
Während Sudakov seine Spitzenposition behaupten kann, bleibt sein Mitspieler Mykola Matvienko (29) zwar erster Verfolger, ist aber gleichzeitig größter Verlierer des Updates. Für den Innenverteidiger geht es um 2 Mio. auf 16 Mio. Euro hinab. „Matvienko, der 2023 einst kurz vor einem Wechsel zu Brighton stand, hat mit mittlerweile 29 Jahren den nächsten Schritt auf ein höheres Niveau verpasst“, so Zavodnyk über das Minus. Eine Abwertung in derselben Höhe verbucht auch Shakhtars Yukhym Konoplya (25, auf 5 Mio. Euro).
Aufwertungen für Überraschungs-Vizemeister FK Oleksandriya
Für eine Überraschung in der zurückliegenden Saison sorgte der FK Oleksandriya mit Trainer Ruslan Rotan, der Vizemeister wurde. Nun knackt der Klub nach einem Plus von 4,6 Mio. Euro als vierter Verein der Premier Liga die Marke von 20 Mio. Euro. Ab sofort wird Oleksandriya auf 20,4 Mio. Euro taxiert.
Zu nennen sind dabei die Aufwertungen von Torhüter Georgiy Yermakov (23, +1,5 Mio. auf 2,5 Mio.), Linksverteidiger Oleksandr Martynyuk (23, +1 Mio. auf 2 Mio.) und Mittelfeldspieler Ivan Kalyuzhnyi (27, +500.000 auf 2 Mio.), von denen sich jedoch zwei wieder verabschieden könnten. „Yermakov, der im letzten Sommer von Maccabi Haifa geliehen wurde, wird aktuell mit Olympiakos in Verbindung gebracht. Auch Kaluzhnyi wird den Verein verlassen und könnte Trainer Rotan zu Polissya folgen. Daneben sollen auch Dynamo Kyiv sowie ausländische Vereine starkes Interesse am Nationalspieler haben“, weiß Zavodnyk.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).
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Daher meine Frage zu Shaparenko: Was konnte der in den letzten 6 Monaten zeigen um überhaupt eine Aufwertung zu rechtfertigen mit knapp 27 Jahren? International war man da nicht mehr dabei, seine Hinrunde war (zumindest von den Scorern deutlich mit 11 zu 3) besser als die Rückrunde, im Saisonfinale vergeigte man beinahe noch die Meisterschaft. Auf Sofascore ist er in der Nations League sogar unterirdisch bewertet mit 6,61.
Seit Corona ist ja kein Spieler in dem Altersbereich mehr für so eine Summe gewechselt aus der Liga.
- Geb./Alter:
- 04.01.2002 (24)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- FC Girona
- Vertrag bis:
- 30.06.2030
- Position:
- Mittelstürmer
- Marktwert:
- 15,00 Mio. €
- Gesamtmarktwert:
- 91,03 Mio. €
- Wettbewerb:
- Premier Liga
- Tabellenstand:
- 4.
- Trainer:
- Igor Kostyuk
- Kadergröße:
- 37
- Letzter Transfer:
- Oleksiy Sych







