Talent Pietuszewski mit Rekord
Marktwerte Polen: Ex-Fürther Pululu rückt an Spitze – Köln-Leihgabe Carstensen legt zu
©TM/IMAGO
Titelverteidiger und Conference-League-Viertelfinalist Jagiellonia Bialystok ist der große Gewinner des Marktwert-Updates in der polnischen Ekstraklasa. Der aktuelle Tabellenzweite legt um 7,7 Millionen Euro zu und kratzt erstmals an der 30-Millionen-Marke. Diese knackten bisher nur drei Klubs, die auch jetzt noch vor Jagiellonia liegen: Lech Posen und Raków Czestochowa, die ebenfalls weiter zulegen, sowie Legia Warschau, das das Kaderwert-Ranking nahezu unverändert mit 36,4 Mio. Euro anführt.
Der frisch gebackene Supercup-Sieger hat die größten Marktwert-Gewinner in seinen Reihen. Torwart Slawomir Abramowicz, seit Saisonbeginn die Nummer eins, macht einen weiteren großen Sprung um 3 Mio. auf 4 Mio. Euro. Teamkollege und Ex-Fürther Afimico Pululu, der auch im zweiten Jahr seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellt, steigert sich um 2 Mio. auf 5 Mio. Euro und rückt damit an die Spitze der wertvollsten Spieler der Ekstraklasa, da Antoni Kozubal (Lech, 5 Mio.) und Vladan Kovačević (Legia, 4 Mio.) mit je 1 Mio. Euro das größte Minus aufweisen.
Pululu rückt an Spitze
Die wertvollsten Ekstraklasa-Spieler
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„Pululu hat das Schaufenster der diesjährigen Conference League ideal genutzt, um sich in einige Notizbücher zu spielen. Er führt die Torschützenliste an und hat einige spektakuläre Treffer erzielt“, begründet Michael Sroka, Area Manager Polen bei Transfermarkt, die Aufwertung. „Es hat schon im Winter einige Anfragen für ihn gegeben und er dürfte im Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine deutlich bessere Liga weiterziehen.“
Jagiellonia sorgt auch für einen Rekord – besser gesagt Offensivjuwel Oskar Pietuszewski. Der 16-Jährige legt um 850.000 Euro zu und knackt als erstes polnisches Talent in seiner Altersklasse die Millionenmarke. Die bisherige Bestmarke von Karol Borys und Jakub Adkonis belief sich auf 800.000 Euro. Unter den Teenagern verzeichnen nur Jan Ziolkowski (Legia, +1,3 Mio.) und Adrian Przyborek (Pogon Stettin, +1 Mio.) ein noch größeres Plus als Pietuszewski.
„Pietuszewski überzeugte in seinen bisherigen Kurzeinsätzen mit seiner Unbekümmertheit und ist in seiner Entwicklung mit 16 Jahren unglaublich weit. Er verfügt über enormes Potenzial, hier und da ist in Polen sogar schon von einem Jahrhunderttalent die Rede. Es wird also sehr spannend, seine weitere Entwicklung zu beobachten“, fasst TM-Experte Sroka zusammen.
Köln-Leihgabe Carstensen verdoppelt Marktwert in Polen
Zu den Gewinnern zählt auch Köln-Leihgabe Rasmus Carstensen. Der Rechtsverteidiger ist nach seinem Wechsel im Winter bei Lech Posen gesetzt, erzielte in acht Einsätzen zudem zwei Tore. Der Marktwert des Dänen verdoppelt sich in der Folge auf 2 Mio. Euro – das erste Plus nach drei Abwertungen in Folge und seit Dezember 2023.
„Carstensen ist neben Assad Al-Hamlawi von Slask Wroclaw der Winter-Neuzugang, der am besten eingeschlagen ist, und einer der wenigen Lichtblicke in einer zuletzt schwächelnden Mannschaft von Lech Posen“, so Sroka. „Es ist kein Geheimnis, dass man ihn gerne fest verpflichten würde, aber aus dem Kölner Umfeld ist zu hören, dass für ihn 2 Millionen bis 2,5 Millionen erwartet werden. Das könnte also schwierig werden, auch weil der Spieler selbst angeblich eine Rückkehr nach Dänemark bevorzugen soll.“
Bei den deutschen Ekstraklasa-Legionären gibt es nicht viel Bewegung. Während Simon Schierack nach seinem Profidebüt bei Slask Wroclaw einen Startwert von 25.000 Euro erhält, verzeichnet Marvin Senger wie viele seine Teamkollegen bei Stal Mielec nach dem Negativlauf von nur einem Sieg aus den letzten zehn Spielen eine Abwertung. Für den gesetzten Innenverteidiger geht es leicht um 100.000 auf 350.000 Euro nach unten.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).
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