Marktwerte 3. Liga: VfB-Talente um Seimen legen zu – Millionenverlust beim VfL Osnabrück
Aufsteiger VfB Stuttgart II kratzt nach dem ersten Marktwert-Update der 3. Liga in 2024/25 mit nun 10,4 Millionen Euro am Platz des wertvollsten Kaders – und verringert seinen Vorsprung auf den BVB II (+1,3 Mio.) auf 300.000 Euro. Verantwortlich dafür ist unter anderem Torwart-Talent Dennis Seimen, der zu den größten Gewinnern des Updates zählt und seinen Marktwert um 50 Prozent auf 1,5 Mio. Euro steigert. Damit steigt der 18-Jährige in die ligainterne Top-5 auf, in der ausschließlich VfB- und BVB-Talente stehen, die auch schon zum Profikader gehörten. Zu den Gewinnern zählt auch die SpVgg Unterhaching (+0,8 auf 5,8 Mio. Euro), während die Absteiger VfL Osnabrück (-1,2 auf 7,9 Mio. Euro), Hansa Rostock (-0,7 auf 8,7 Mio. Euro) und Wehen Wiesbaden (-0,6 auf 8,4 Mio. Euro) Verluste einfahren.
Vor Seimen stehen im Drittliga-Ranking nun lediglich noch Wahid Faghir (21; VfB) und Kjell Wätjen (18; BVB) mit je 2 Mio. Euro. Marktwert-Admin Johannes Netzer sagt über die Aufwertung des U20-Nationalspielers: „Seimen wird vereinsintern als Nachfolger von Alexander Nübel gehandelt, wenn dieser nach seiner Leihe zum FC Bayern zurückkehrt. Vor kurzem wurde der U20-Nationalkeeper, der eine der heißesten Aktien unter den deutschen Nachwuchstorhütern ist, mit einem langfristigen Profivertrag ausgestattet. In der laufenden Saison packte er bereits mehrere absolute Glanzparaden aus.“
Noch größer ist der Marktwert-Zuwachs bei Seimens Teamkollege Jarzinho Malanga (18), der bisher für die U19 spielt und einen Startwert in Höhe von 700.000 Euro erhält. „Obwohl er nominell noch A-Junior ist, ist Malanga bereits fester Bestandteil der Drittliga-Mannschaft und lässt sein großes Potenzial immer wieder aufblitzen. Mit seiner feinen Technik und seinen unwiderstehlichen Dribblings erscheint der Sprung in die Bundesliga sogar in dieser Saison noch möglich“, so Marktwert-Experte Netzer.
Weitere VfB-Gewinner sind Samuele Di Benedetto (19), der von 450.000 auf 700.000 Euro angehoben wird, und Christopher Olivier (18), dessen Startmarktwert bei 400.000 Euro taxiert wird. Beim BVB halten die höchstbewerteten Talente wie Wätjen, Marcel Lotka (23; 1,3 Mio.) und Julian Hettwer (21; 800 Tsd.) ihre Marktwerte. Für den Zuwachs sorgt unter anderem der erstmals mit einem Marktwert – 400.000 Euro wie Olivier – versehene Filippo Mané (19).
Neben VfB Stuttgart und BVB: Drittliga-Marktwert-Gewinner um El Mala und Heide
Zu den Top-Gewinnern zählen darüber hinaus Unterhachings U17-Weltmeister-Torwart Konstantin Heide (18), der um 300.000 auf 500.000 Euro steigt, der künftige FC-Profi Said El Mala (18) von Viktoria Köln, der um 450.000 auf 750.000 aufgewertet wird, und Dynamo Dresdens Mittelfeld-Talent Tony Menzel. Der 19-Jährige klettert von 125.000 auf 400.000 Euro. Ihn bezeichnet der TM-Marktwertadmin als „einen der Shootingstars der noch jungen Saison“. Menzel habe sich „mit erfrischenden Leistungen im zentralen Mittelfeld festgespielt und kommt schon auf fünf Scorerpunkte. Bestätigt er seine Leistungen, ist diese Aufwertung erst der Anfang.“

Über El Mala, der in zwei U19-Länderspielen zweimal traf und auch in der 3. Liga diese Saison schon doppelt erfolgreich war, sagt Netzer: „Der 18-Jährige wurde im Sommer gemeinsam mit seinem Bruder Malek für 900.000 Euro vom 1. FC Köln verpflichtet. Da Said deutlich weiter ist als Malek, ist davon auszugehen, dass der Großteil der Summe auf Said entfallen ist. Er besticht mit einer herausragenden Technik und hat mittlerweile auch das Toreschießen für sich entdeckt.“
Osnabrück-Duo größte Marktwert-Verlierer im Drittliga-Marktwert-Update
Ihre Millionen-Marktwerte aus der 2. Bundesliga verlieren die beiden Osnabrücker Maxwell Gyamfi (24) und Erik Engelhardt (26), die mit den Lila-Weißen nach dem Abstieg bis auf Platz 19 abgestürzt sind. „Mit je 500.000 Euro auf 800.00 bei Verteidiger Gyamfi und 700.000 bei Stürmer Engelhardt sind das die beiden größten Abwertungen des Updates“, so Netzer. „Beide konnten etwas überraschend keinen Abnehmer finden, obwohl sie offen mit einem Verbleib in der 2. Bundesliga liebäugelten. Das fehlende höherklassige Marktinteresse schlägt sich daher auch in den Marktwerten wieder, die für Drittliga-Verhältnisse viel zu hoch taxiert waren. Beide gehören aber weiterhin zu den wertvollsten Spielern der Liga.“

Zu den Verlierern zählen weitere Profis, die bis Sommer höherklassig gespielt haben, wie Wehens Neuzugang vom LASK Felix Luckeneder (30) und der Neu-Ingolstädter Mittelfeldspieler Max Besuschkow (27), die je 100.000 auf 600.000 Euro fallen, oder der ehemalige Schalker U21-Nationalspieler Henning Matriciani. Für den 24 Jahre alten Defensiv-Allrounder gibt es ein Minus von ebenfalls 100.000 auf nun 500.000 Euro.
So funktionieren die Transfermarkt-Marktwerte
Die Transfermarkt-Marktwerte entstehen unter Berücksichtigung verschiedener Preisfindungsmodelle sowie einem starken Einbezug der Transfermarkt-Community, die sich in detaillierten Diskussionen mit den Werten auseinandersetzt. Die Transfermarkt-Marktwerte sind nicht pauschal mit den tatsächlich gezahlten Ablösesummen gleichzusetzen.
Das Ziel ist nicht, einen Preis vorherzusagen, sondern einen Erwartungswert. Bei der Erhebung des Marktwertes sind in einem gewissen Maß sowohl individuelle Transfermodalitäten als auch situative Rahmenbedingungen relevant. Beispiele dazu werden hier aufgeführt. Transfermarkt verwendet keinen Algorithmus (zur ausführlichen Marktwertdefinition).
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Potenzial hat er auf jeden Fall, aber es bleibt abzuwarten, ob er sich auch in der ersten Mannschaft durchsetzen kann und zur festen Größe wird.
man sollte endlich eigene ligen für 2. Vertretungen einführen. weiß nicht worauf man beim dfb/dfl wartet. es sind immer mehr große vereine in der 2.+3. liga, da in der bundesliga die leipzigs dieser welt die plätze eingenommen haben. da sollte man wenigstens im unterbau allen eine faire chance geben und nicht gegen überzüchtete nachwuchsmannschaften antreten lassen
Hat halt alles so seine vor und Nachteile. Die Vereine wollen ja auch in der dritten Liga spielen. So können die jungen Spielern sind mit älteren messen und versuchen sich im Herrenbereich zu beweisen, denn dieser Schritt vom Jugendbereich in dem Herrenbereich ist am schwersten. Es ist also auch von den Vereinen so gewollt.
Bei einer reinen Nachwuchsliga über 19 würde es teilweise große Unterschiede geben und die Förderung junger Spieler hemmen. Gerade möglicher Bundesligaspieler.
Ich bin dabei, dass es schöner wäre, wenn mehr Traditionsklubs dort wären. Das würde aber zu Lasten der Qualität gehen.
- Geb./Alter:
- 01.12.2005 (20)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- VfB Stuttgart
- Vertrag bis:
- 30.06.2029
- Position:
- Torwart
- Marktwert:
- 10,00 Mio. €
- Geb./Alter:
- 10.07.2006 (20)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- VfB Stuttgart
- Vertrag bis:
- 30.06.2028
- Position:
- Offensives Mittelfeld
- Marktwert:
- 1,70 Mio. €
- Geb./Alter:
- 18.01.2000 (26)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- 1.FC Kaiserslautern
- Vertrag bis:
- -
- Position:
- Innenverteidiger
- Marktwert:
- 1,00 Mio. €
- Geb./Alter:
- 18.04.1998 (28)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- FC Energie Cottbus
- Vertrag bis:
- 30.06.2028
- Position:
- Mittelstürmer
- Marktwert:
- 650 Tsd. €
- Gesamtmarktwert:
- 8,90 Mio. €
- Wettbewerb:
- 2. Bundesliga
- Tabellenstand:
- 18.
- Trainer:
- Timo Schultz
- Kadergröße:
- 24
- Letzter Transfer:
- Daniel-Kofi Kyereh
- Gesamtmarktwert:
- 430,45 Mio. €
- Wettbewerb:
- Bundesliga
- Trainer:
- Sebastian Hoeneß
- Kadergröße:
- 35
- Letzter Transfer:
- Dzenan Pejcinovic
- Gesamtmarktwert:
- 12,70 Mio. €
- Wettbewerb:
- 3. Liga
- Tabellenstand:
- 11.
- Trainer:
- Nico Willig
- Kadergröße:
- 31
- Letzter Transfer:
- David Preu










