Kader 2023/24
22.05.2023 - 08:39 Uhr
27.07.2023 - 13:16 Uhr
Zitat von JulianKarswell
Ganz anderer Meinung bin ich bei der Verurteilung des Verhaltens / Charakters der Spieler. Hier sehe ich den schwarzen Peter ganz klar bei den Beratern, die im Laufe der Zeit eine Machtfülle erlangt haben, die ihnen in keinster Weise zusteht. Aus Sicht der Vereine eine einzige Katastrophe.
Ganz anderer Meinung bin ich bei der Verurteilung des Verhaltens / Charakters der Spieler. Hier sehe ich den schwarzen Peter ganz klar bei den Beratern, die im Laufe der Zeit eine Machtfülle erlangt haben, die ihnen in keinster Weise zusteht. Aus Sicht der Vereine eine einzige Katastrophe.
Ich stimme dir zu, dass der Berufszweig der "Berater" im Fußball wahrlich für diverse Fehlentwicklungen (mit-)verantwortlich ist. Letztlich arbeiten die Agenturen für ihre Klienten, aber mit einem gehörigen (finanziellen) Eigeninteresse. Bleiben wir beim kleinen SV Darmstadt 98.
Wenn einer der Spieler, der aktuell vielleicht seitens der sportlichen Leitung angesprochen wurde bzgl. einer Vertragsverlängerung, dies möchte, wird es der Berater nicht verhindern können.
Insofern ist es mir etwas zu einfach, die Schuld ausschließlich den Beratern anzulasten.
27.07.2023 - 15:01 Uhr
Zitat von bassman
Sehe ich auch so. Wahrscheinlich sind wir noch zu sehr Fußballromantiker, die auch eine gewisse Dankbarkeit der Spieler gegenüber dem Verein erwarten. Als Verein würde ich zu einem bestimmten Zeitpunkt allerdings auch klar kommunizieren, dass die Zusammenarbeit dann eben am Vertragsende beendet ist, selbst wenn der eine oder andere dann möglicherweise merkt, dass die Interessenten nicht Schlange stehen.
Zitat von Heinerfest
Ich finde die Charakterzüge die sich bei so Aktionen offenbaren halt befremdlich.
Noch kein einziges Spiel in Liga 1 gemacht, aber schon der Meinung man müsste sich die Option "billig" zu wechseln auf Kosten des Vereins erhalten, der einen überhaupt erst in die "glückliche" Situation gebracht hat ... hat ziemlich G'schmäckle.
Ich finde die Charakterzüge die sich bei so Aktionen offenbaren halt befremdlich.
Noch kein einziges Spiel in Liga 1 gemacht, aber schon der Meinung man müsste sich die Option "billig" zu wechseln auf Kosten des Vereins erhalten, der einen überhaupt erst in die "glückliche" Situation gebracht hat ... hat ziemlich G'schmäckle.
Sehe ich auch so. Wahrscheinlich sind wir noch zu sehr Fußballromantiker, die auch eine gewisse Dankbarkeit der Spieler gegenüber dem Verein erwarten. Als Verein würde ich zu einem bestimmten Zeitpunkt allerdings auch klar kommunizieren, dass die Zusammenarbeit dann eben am Vertragsende beendet ist, selbst wenn der eine oder andere dann möglicherweise merkt, dass die Interessenten nicht Schlange stehen.
Und was hat dann der Verein für einen Charakterzug, wenn er Spielern mit Vertrag mitteilt, sie sollen sich einen neuen Verein suchen?
Wir können doch nicht die Herren Tietz, Nürnberger, Müller und Co nach Vertragsende ablösefrei einsammeln und erwarten, dass hier Spieler nach unserer Pfeife tanzen. Darüber hinaus gehen die Spieler im letzten Vertragsjahr auch das Risiko ein, bei einer schweren Verletzung dumm dazustehen.
Zu den Beratern sei noch gesagt, dass mir auch manches nicht schmeckt. Andererseits sind bei den Vereinen auch nicht nur Engel unterwegs und die würden die Spieler richtig über den Tisch ziehen. Wenn ein Berater nichts rausholen würde, dann hätten sie sich nie etablieren können. Hoeneß, Calmund und Co haben sich doch noch hingestellt und erzählt wie schlau sie verhandeln. Logo holt sich dann ein Spieler Beistand. Es ist aber auch schön zu sehen, dass es einen Kimmich gibt, der seine Sachen selber regelt. Da sollten die Vereine in den Internaten entsprechende Lehrgänge anbieten und den Spielern Selbständigkeit beibringen.
27.07.2023 - 16:16 Uhr
Die SportBild macht hier eine Diskussion auf, die völlig absurd ist. Wessen Verträge laufen denn 2024 aus? Da ist keiner dabei, wo ich sagen würde, den müssen wir unter allen Umständen halten. Isherwood, Karic und Manu fände ich schade, aber auch in erster Linie menschlich. Manu & Co. müssen erst einmal zeigen, dass sie 1. Liga können. Es ist doch bei den 2024er niemand, der bei uns unumstrittener Leistungsträger ist und der nicht ersetzbar wäre. Im Gegenteil, wir versuchen doch schon, zwei dieser 2024er frühzeitig loszuwerden. Vollkommen aberwitzige Diskussion - naja, muss wohl Sommerloch sein.
Die Diskussion wg. Berater und Ablösesummen hier finde ich da schon interessanter.
Die Diskussion wg. Berater und Ablösesummen hier finde ich da schon interessanter.
15.08.2023 - 13:09 Uhr
Das Pokal-Spiel gestern hat doch nur bestätigt, was fast alle hier seit Wochen schreiben: Es fehlt an Qualität in der Offensive. Und hier bin ich fast bei TL, es ist nicht primär ein Stürmerproblem, sondern eins des offensiven Mittelfeldes. Homburg hat das klar erkannt: Nimm Mehlem aus dem Spiel und Darmstadt fällt wenig bis nix ein. Lass am besten Karic den Ball, die Flanken sind i.d.R. unterirdisch (und gestern auch die Pässe). Manu derzeit irgendwie "seltsam" (oder: gehemmt?), Honsak, naja. Wir haben für die beiden auch keinen wirklichen Ersatz; d.h. eigentlich Stürmer, die diese Positionen auch abdecken können; ihre Qualitäten liegen aber eigentlich woanders.
TL hat das ja durchaus zur Sprache gebracht, dass es dem SVD mangelt, Chancen, oder besser: hochkarätige Chancen zu erarbeiten. Von den fast 30 Torschüssen waren fast keine wirklich gefährlichen dabei. Der so hochgelobte Torhüter hatte doch in Wahrheit kaum etwas zu halten. Und dass die internen Testspiele meist 1:0 oder gar 0:0 ausgehen, zeigt doch das ganze Dilemma. Dass man gegen unsere Abwehr durchaus Tore schießen kann, hat Homburg gezeigt. Gut fand ich, dass TL auf der PK gesagt hat, dass er eine Parallele zum Spiel gegen Gießen sieht und er es bedenklich fand. Also wird er (und CW) sicher die richtigen Schlüsse ziehen.
Ich gehe sogar von mind. 2 neuen offensiven Spielern aus. Wünschen würde ich mir auch einen LV à la Bader, der wird aber nicht kommen. Zudem sollte das System in Frage gestellt werden. Wenn ich weder einen LV noch einen RV (in Abwesenheit von Bader) habe, der gescheite Flanken o.Ä. schlagen kann, sollte ich lieber auf 4er Kette umstellen und die Arbeit Flügelspielern überlassen. Da wir hier fast niemanden haben, muss und wird sich hier etwas tun. Nur so bin ich auch flexibel genug, verschiedene Systeme zu spielen. In HZ 2 wurde ja umgestellt, aber das Personal fehlt halt noch. Wobei unsere neue Nr. 10 zumindest in Ansätzen gezeigt hat, wie es gehen kann.
TL hat das ja durchaus zur Sprache gebracht, dass es dem SVD mangelt, Chancen, oder besser: hochkarätige Chancen zu erarbeiten. Von den fast 30 Torschüssen waren fast keine wirklich gefährlichen dabei. Der so hochgelobte Torhüter hatte doch in Wahrheit kaum etwas zu halten. Und dass die internen Testspiele meist 1:0 oder gar 0:0 ausgehen, zeigt doch das ganze Dilemma. Dass man gegen unsere Abwehr durchaus Tore schießen kann, hat Homburg gezeigt. Gut fand ich, dass TL auf der PK gesagt hat, dass er eine Parallele zum Spiel gegen Gießen sieht und er es bedenklich fand. Also wird er (und CW) sicher die richtigen Schlüsse ziehen.
Ich gehe sogar von mind. 2 neuen offensiven Spielern aus. Wünschen würde ich mir auch einen LV à la Bader, der wird aber nicht kommen. Zudem sollte das System in Frage gestellt werden. Wenn ich weder einen LV noch einen RV (in Abwesenheit von Bader) habe, der gescheite Flanken o.Ä. schlagen kann, sollte ich lieber auf 4er Kette umstellen und die Arbeit Flügelspielern überlassen. Da wir hier fast niemanden haben, muss und wird sich hier etwas tun. Nur so bin ich auch flexibel genug, verschiedene Systeme zu spielen. In HZ 2 wurde ja umgestellt, aber das Personal fehlt halt noch. Wobei unsere neue Nr. 10 zumindest in Ansätzen gezeigt hat, wie es gehen kann.
16.08.2023 - 11:47 Uhr
Zitat von JulianKarswell
Die Relevanz dieser sogenannten „steilen Thesen“ geht gegen Null und sie stellen für mich nichts anderes als „blühenden Blödsinn“ dar, um mal einen Titel der Marx Bros. zu zitieren.
Die Relevanz dieser sogenannten „steilen Thesen“ geht gegen Null und sie stellen für mich nichts anderes als „blühenden Blödsinn“ dar, um mal einen Titel der Marx Bros. zu zitieren.
Bezogen auf die These zu unseren Lilien muss man aber leider sagen, dass die Aussagen nicht vollkommen abwegig sind. Fakt ist doch, dass wir saisonübergreifend seit längerem Probleme haben, Tore zu erzielen. Die Vorbereitung, insbesondere die Spielergebnisse, sind nun auch nicht geeignet, in übermäßigen Optimismus zu verfallen. Unsere Hoffnung stützt sich letztlich darauf, dass sich (a) die Jungs - weil es jetzt Bundesliga ist - wieder richtig den Allerwertesten aufreißen und Vollgas geben, (b) einige Akteure in der Bundesliga besser zur Wirkung kommen und (c) die Gegner uns permanent hoch pressen und dadurch Konterchancen entstehen, die wir eiskalt nutzen.
Also, wenn man sich das alles anschaut, spricht auf den ersten Blick schon einiges dafür, dass die Lilien am Tabellenende stehen werden.
Das wäre für mich persönlich am Ende der Saison wahrlich kein Drama, solange sich die Mannschaft nur achtbar schlägt und nicht ähnlich unter die Räder kommt wie Fürth beispielsweise.
03.09.2023 - 09:38 Uhr
Die Kadergrösse ist nicht optimal. Man hat sich aber offensichtlich darauf verständigt, den Aufstiegskader weitgehend zu belassen und punktuell zu verstärken. Die Alternative wäre gewesen, einem Teil der Aufstiegshelden klar zu signalisieren, dass sie wahrscheinlich wenig Spielzeit bekommen werden. Das hat man aber anscheinend nur Seydel und Celic gegenüber kommuniziert.
Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist die Bundesliga für etliche unserer Akteure wahrscheinlich eine Nummer zu groß. Aber serviert man verdiente Spieler in dieser Situation einfach ab? Im knallharten Business muss man das vermutlich. Den halben Kader auszutauschen, ist aber auch keine Erfolgsgarantie, schon gar nicht bei beschränkten Mitteln.
Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Überlegungen sehr schwierig sind. Wir können hier leicht fordern, Spieler x oder y sind nicht tauglich und müssen weg. Es ist aber etwas anderes, wenn man mit den Jungs lange Zeit zusammen gearbeitet hat.
Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist die Bundesliga für etliche unserer Akteure wahrscheinlich eine Nummer zu groß. Aber serviert man verdiente Spieler in dieser Situation einfach ab? Im knallharten Business muss man das vermutlich. Den halben Kader auszutauschen, ist aber auch keine Erfolgsgarantie, schon gar nicht bei beschränkten Mitteln.
Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Überlegungen sehr schwierig sind. Wir können hier leicht fordern, Spieler x oder y sind nicht tauglich und müssen weg. Es ist aber etwas anderes, wenn man mit den Jungs lange Zeit zusammen gearbeitet hat.
03.09.2023 - 12:14 Uhr
Ich glaube nicht, dass der Kader das Problem ist. Wir haben mit einem eher schlechteren Kader lange Zeit letztes Jahr die 2. Liga dominiert und auch gute Spiele gegen Erstligisten gezeigt.
Was hat zu dem Bruch während der Rückrunde letztes Jahr geführt?
Mir fehlt manchmal Klarheit, Einfachheit. Was ist eigentlich unsere Idee, wenn wir den Ball haben? Ich habe den Eindruck, dass sich unser Spiel oder unsere Spielidee immer sehr an den jeweiligen Gegnern orientiert. Wir haben in der Vorbereitung noch recht hoch gepresst, haben versucht den Ball flach hinten raus zu spielen. Gestern stehen wir nur noch tief und spielen nach Balleroberung eher Befreiungsschläge. War das der Plan?
Mich hat z.B. letztes Jahr irritiert, dass Lieberknecht nach dem starken Auftritt gegen Frankfurt dann gegen Braunschweig wieder auf lange Bälle und "Wucht" gesetzt hat, also eine ganz andere Spielidee hatte.
Überfordert er vielleicht die Spieler? Haben wir eine eigenen Spielidee oder orientieren wir uns nur am Gegner?
Mir fehlt der klare Plan. Wofür wollen wir stehen? Wie soll unser Spiel nach eine Balleroberung aussehen? Wieso wählen wir gegen Leverkusen einen komplett anderen Plan, als z.B. in der Vorbereitung gegen Liverpool?
Ich denke, dass sich da Spieler und Trainer mal zusammensetzen müssen und ein paar grundsätzliche Dinge besprechen müssen. Wofür wollen wir stehen? Wie wollen wir auftreten und welches System passt am besten zu uns und unserer Spielidee?
Das Problem sitzt in den Köpfen und da muss man meiner Meinung nach eine Spielidee finden, an die die Mannschaft glaubt.
Was hat zu dem Bruch während der Rückrunde letztes Jahr geführt?
Mir fehlt manchmal Klarheit, Einfachheit. Was ist eigentlich unsere Idee, wenn wir den Ball haben? Ich habe den Eindruck, dass sich unser Spiel oder unsere Spielidee immer sehr an den jeweiligen Gegnern orientiert. Wir haben in der Vorbereitung noch recht hoch gepresst, haben versucht den Ball flach hinten raus zu spielen. Gestern stehen wir nur noch tief und spielen nach Balleroberung eher Befreiungsschläge. War das der Plan?
Mich hat z.B. letztes Jahr irritiert, dass Lieberknecht nach dem starken Auftritt gegen Frankfurt dann gegen Braunschweig wieder auf lange Bälle und "Wucht" gesetzt hat, also eine ganz andere Spielidee hatte.
Überfordert er vielleicht die Spieler? Haben wir eine eigenen Spielidee oder orientieren wir uns nur am Gegner?
Mir fehlt der klare Plan. Wofür wollen wir stehen? Wie soll unser Spiel nach eine Balleroberung aussehen? Wieso wählen wir gegen Leverkusen einen komplett anderen Plan, als z.B. in der Vorbereitung gegen Liverpool?
Ich denke, dass sich da Spieler und Trainer mal zusammensetzen müssen und ein paar grundsätzliche Dinge besprechen müssen. Wofür wollen wir stehen? Wie wollen wir auftreten und welches System passt am besten zu uns und unserer Spielidee?
Das Problem sitzt in den Köpfen und da muss man meiner Meinung nach eine Spielidee finden, an die die Mannschaft glaubt.
03.09.2023 - 13:18 Uhr
Zitat von FOS98
Du sagst es doch selbst, der Kader war gut in der 2.Liga. Das hier ist die erste Liga.
Nimm mal einen guten Autofahrer aus dem Berufsverkehr und setz ihn in ein Formel 1 Auto. Der kriegt das nicht mal an!
Deswegen wären 1-2 Leute die schon mal Formel 1 gefahren sind eine echte Bereicherung gewesen....
Zitat von DAvorne
Ich glaube nicht, dass der Kader das Problem ist. Wir haben mit einem eher schlechteren Kader lange Zeit letztes Jahr die 2. Liga dominiert und auch gute Spiele gegen Erstligisten gezeigt.
Was hat zu dem Bruch während der Rückrunde letztes Jahr geführt?
Mir fehlt manchmal Klarheit, Einfachheit. Was ist eigentlich unsere Idee, wenn wir den Ball haben? Ich habe den Eindruck, dass sich unser Spiel oder unsere Spielidee immer sehr an den jeweiligen Gegnern orientiert. Wir haben in der Vorbereitung noch recht hoch gepresst, haben versucht den Ball flach hinten raus zu spielen. Gestern stehen wir nur noch tief und spielen nach Balleroberung eher Befreiungsschläge. War das der Plan?
Mich hat z.B. letztes Jahr irritiert, dass Lieberknecht nach dem starken Auftritt gegen Frankfurt dann gegen Braunschweig wieder auf lange Bälle und "Wucht" gesetzt hat, also eine ganz andere Spielidee hatte.
Überfordert er vielleicht die Spieler? Haben wir eine eigenen Spielidee oder orientieren wir uns nur am Gegner?
Mir fehlt der klare Plan. Wofür wollen wir stehen? Wie soll unser Spiel nach eine Balleroberung aussehen? Wieso wählen wir gegen Leverkusen einen komplett anderen Plan, als z.B. in der Vorbereitung gegen Liverpool?
Ich denke, dass sich da Spieler und Trainer mal zusammensetzen müssen und ein paar grundsätzliche Dinge besprechen müssen. Wofür wollen wir stehen? Wie wollen wir auftreten und welches System passt am besten zu uns und unserer Spielidee?
Das Problem sitzt in den Köpfen und da muss man meiner Meinung nach eine Spielidee finden, an die die Mannschaft glaubt.
Ich glaube nicht, dass der Kader das Problem ist. Wir haben mit einem eher schlechteren Kader lange Zeit letztes Jahr die 2. Liga dominiert und auch gute Spiele gegen Erstligisten gezeigt.
Was hat zu dem Bruch während der Rückrunde letztes Jahr geführt?
Mir fehlt manchmal Klarheit, Einfachheit. Was ist eigentlich unsere Idee, wenn wir den Ball haben? Ich habe den Eindruck, dass sich unser Spiel oder unsere Spielidee immer sehr an den jeweiligen Gegnern orientiert. Wir haben in der Vorbereitung noch recht hoch gepresst, haben versucht den Ball flach hinten raus zu spielen. Gestern stehen wir nur noch tief und spielen nach Balleroberung eher Befreiungsschläge. War das der Plan?
Mich hat z.B. letztes Jahr irritiert, dass Lieberknecht nach dem starken Auftritt gegen Frankfurt dann gegen Braunschweig wieder auf lange Bälle und "Wucht" gesetzt hat, also eine ganz andere Spielidee hatte.
Überfordert er vielleicht die Spieler? Haben wir eine eigenen Spielidee oder orientieren wir uns nur am Gegner?
Mir fehlt der klare Plan. Wofür wollen wir stehen? Wie soll unser Spiel nach eine Balleroberung aussehen? Wieso wählen wir gegen Leverkusen einen komplett anderen Plan, als z.B. in der Vorbereitung gegen Liverpool?
Ich denke, dass sich da Spieler und Trainer mal zusammensetzen müssen und ein paar grundsätzliche Dinge besprechen müssen. Wofür wollen wir stehen? Wie wollen wir auftreten und welches System passt am besten zu uns und unserer Spielidee?
Das Problem sitzt in den Köpfen und da muss man meiner Meinung nach eine Spielidee finden, an die die Mannschaft glaubt.
Du sagst es doch selbst, der Kader war gut in der 2.Liga. Das hier ist die erste Liga.
Nimm mal einen guten Autofahrer aus dem Berufsverkehr und setz ihn in ein Formel 1 Auto. Der kriegt das nicht mal an!
Deswegen wären 1-2 Leute die schon mal Formel 1 gefahren sind eine echte Bereicherung gewesen....
Ich glaube das nicht. Irgendetwas läuft schief. Es gab einen Bruch im Laufe der Rückrunde. Wir laufen am wenigsten, die Anzahl der Sprints ist schon fast peinlich. Wir haben nur 47% unserer Zweikämpfe gewonnen, auch das wäre eine Disziplin, wo ich mehr erwarten würde, nur Bochum und Augsburg sind da schlechter. Wir laufen in der Strecke am wenigsten und haben nach 3 Spielen fast 100 Sprints weniger, als die zweitschlechteste Mannschaft in dieser Disziplin.
Dass wir spielerisch nicht zu den besten gehören ist klar, aber diese Dinge, stehen für Willen und Einsatz. Außer bei Mehlem und Nürnberger sind bei keinem Spieler die Werte akzeptabel. Das sind nicht umsonst die Spieler, die am ehesten positiv auffallen. Die wollen es am meisten. Wenn wir den Ball erobern, muss vorne die Post abgehen.
Anzahl der Sprints gestern: Frimpong 25, Grimaldo 24, Hofmann 23, Wurtz 20.....Mehlem 17, Stoijkovic 13, Karic 13, Vilhelmsson 11, Pfeiffer 4, Skarke 8
Das ist meiner Meinung nach keine Frage der spielerischen Klasse und auch keine Frage der Erfahrung.
03.09.2023 - 15:02 Uhr
Zitat von Lilienfieber
Wobei alle drei langfristig eher in der 2. Liga ihre Erfahrungen machten.
Holland hatte 2015/16 schon Probleme, da musste Caldirola als Linksverteidiger ran. Kempe machte genauso die Ertsligaerfahrungen nur bei uns.
Rausch und Niemeyer haben dahingehend wirklich mehr Bundesligakenntnisse und waren etablierte Kräfte.
Das beste Beispiel ist zurzeit Union Berlin, die sich jedes Mal aufs Neue der Situation anpassen. Die haben Bonucci verpflichtet, weil sie wissen, dass er die Championsleague-Präsenz mitbringt, selbst wenn er vielleicht über dem Zenit ist. Nach dem Schema ist Union auch mit Subotic vorgegangen im ersten Bundesligajahr.
Das war es von meiner Stelle jetzt auch zu diesem Thema fehlender Erfahrung, denn es nervt mich selbst. Wir können es nicht mehr ändern. Ob wir an einem Erstligaspieler dran waren, weiß ich nicht.
Es ist leider nicht die einzige Baustelle. Unsere Laufleistung muss man tatsächlich kritisch hinterfragen.
Zitat von bassman
Die Laufleistung ist auf jeden Fall ein Punkt, mit dem man sich beschäftigen sollte. Es ist auch so, dass man bei einigen merkt, sich gegen stärkere Gegner behaupten zu wollen. Bei manchen scheint der Respekt dagegen noch groß zu sein.
Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass die Spieler mit Bundesliga-Erfahrung - Gjasula, Kempe, Holland - aktuell nicht die Leader auf dem Platz sind, weil sie entweder gar nicht spielen oder nicht restlos überzeugen. Alle drei sind zudem in einem Alter, wo sich die Karriere dem Ende zuneigt.
Die Laufleistung ist auf jeden Fall ein Punkt, mit dem man sich beschäftigen sollte. Es ist auch so, dass man bei einigen merkt, sich gegen stärkere Gegner behaupten zu wollen. Bei manchen scheint der Respekt dagegen noch groß zu sein.
Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass die Spieler mit Bundesliga-Erfahrung - Gjasula, Kempe, Holland - aktuell nicht die Leader auf dem Platz sind, weil sie entweder gar nicht spielen oder nicht restlos überzeugen. Alle drei sind zudem in einem Alter, wo sich die Karriere dem Ende zuneigt.
Wobei alle drei langfristig eher in der 2. Liga ihre Erfahrungen machten.
Holland hatte 2015/16 schon Probleme, da musste Caldirola als Linksverteidiger ran. Kempe machte genauso die Ertsligaerfahrungen nur bei uns.
Rausch und Niemeyer haben dahingehend wirklich mehr Bundesligakenntnisse und waren etablierte Kräfte.
Das beste Beispiel ist zurzeit Union Berlin, die sich jedes Mal aufs Neue der Situation anpassen. Die haben Bonucci verpflichtet, weil sie wissen, dass er die Championsleague-Präsenz mitbringt, selbst wenn er vielleicht über dem Zenit ist. Nach dem Schema ist Union auch mit Subotic vorgegangen im ersten Bundesligajahr.
Das war es von meiner Stelle jetzt auch zu diesem Thema fehlender Erfahrung, denn es nervt mich selbst. Wir können es nicht mehr ändern. Ob wir an einem Erstligaspieler dran waren, weiß ich nicht.
Es ist leider nicht die einzige Baustelle. Unsere Laufleistung muss man tatsächlich kritisch hinterfragen.
Verstehe, dass Dich das nervt. Mich auch. Allerdings finde ich, schweigend hinnehmen würde es den Verantwortlichen zu leicht machen. Die Situation hat Gründe und Verantwortliche für diese Dinge.
Wenn uns Fans nicht mal mehr eine Meinung und der Dialog bleibt, mutieren wir wirklich zu einer Masse von Leuten die anfeuern aber ansonsten den Mund halten sollen.
Dankbarkeit für das Erreichte ja, Kritikloses Hinnehmen von Fehlern, nein.
04.09.2023 - 19:59 Uhr
Zur Bundesliga-Erfahrung:
wer hier weiß, welche Spieler vom Verein umworben wurden?
wer garantiert den damit erwarteten Erfolg? (s.u.a. HSV, etc.)
wie bekommst du Erwartungen des Spielers und des Vereins unter einen Hut? (Abstieg, Gehalt, Laufzeit)
Ich unterstelle dass hier auch der Verein gerne verstärkt hätte aber wohl nicht zu jedem Preis und nicht zu jedem Risiko.
Ich bin daher auch eher bei der mentalen Delle, die unmittelbar um das Kiel-Spiel zu verorten ist. Danach war nicht nur der Stecker gezogen sondern wohl eher das Kabel durchtrennt. Selbst gegen unterklassige Gegner konnte das angeschlagene Selbstbewusstsein nicht gepampert werden. Das in Verbindung mit den aufschlussreichen Laufdaten führt dann eben zu den gezeigten Leistungen. Dass selbst letzteres nicht schnell und einfach zu korrigieren ist, wurde an anderer Stelle bereits bezweifelt. Weiß gar nicht, haben wir einen Mental-Coach, vielleicht braucht der Unterstützung?
Zur Spielidee:
Mit den genannten Dingen kannst du doch fast nur noch bei dir bleiben und die Stärken und Schwächen der Gegner als Garnitur an den Rand legen. Als Mannschaft geschlossen verteidigen, unsere gesamtmannschaftliche Körpergröße sollte doch bei Standards - egal ob für oder gegen uns - eine Waffe sein. Bei Balleroberung muss die Post abgehen auf den aussen, das wirkt im Kopf wie auf dem Platz viel zu behäbig. Dann kommen bessere Laufdaten.von alleine. Ich erinnere da an die Zeit wo mit Honsak und Skarke mächtig Attacke geritten wurde. Keep it simple.
Trotz allem, da geht mehr mit dem Kader als derzeit - das haben sie bereits mehrfach bewiesen.
wer hier weiß, welche Spieler vom Verein umworben wurden?
wer garantiert den damit erwarteten Erfolg? (s.u.a. HSV, etc.)
wie bekommst du Erwartungen des Spielers und des Vereins unter einen Hut? (Abstieg, Gehalt, Laufzeit)
Ich unterstelle dass hier auch der Verein gerne verstärkt hätte aber wohl nicht zu jedem Preis und nicht zu jedem Risiko.
Ich bin daher auch eher bei der mentalen Delle, die unmittelbar um das Kiel-Spiel zu verorten ist. Danach war nicht nur der Stecker gezogen sondern wohl eher das Kabel durchtrennt. Selbst gegen unterklassige Gegner konnte das angeschlagene Selbstbewusstsein nicht gepampert werden. Das in Verbindung mit den aufschlussreichen Laufdaten führt dann eben zu den gezeigten Leistungen. Dass selbst letzteres nicht schnell und einfach zu korrigieren ist, wurde an anderer Stelle bereits bezweifelt. Weiß gar nicht, haben wir einen Mental-Coach, vielleicht braucht der Unterstützung?
Zur Spielidee:
Mit den genannten Dingen kannst du doch fast nur noch bei dir bleiben und die Stärken und Schwächen der Gegner als Garnitur an den Rand legen. Als Mannschaft geschlossen verteidigen, unsere gesamtmannschaftliche Körpergröße sollte doch bei Standards - egal ob für oder gegen uns - eine Waffe sein. Bei Balleroberung muss die Post abgehen auf den aussen, das wirkt im Kopf wie auf dem Platz viel zu behäbig. Dann kommen bessere Laufdaten.von alleine. Ich erinnere da an die Zeit wo mit Honsak und Skarke mächtig Attacke geritten wurde. Keep it simple.
Trotz allem, da geht mehr mit dem Kader als derzeit - das haben sie bereits mehrfach bewiesen.
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