20.07.2026 - 15:43 | Quelle: Sky/TM | Lesedauer: unter 2 Min.
Italien
Pep Guardiola
Favorit in Kandidaten-Trio 

Guardiola soll Italiens Nationaltrainer werden – Langer Austausch in Barcelona

Guardiola soll Italiens Nationaltrainer werden – Langer Austausch in Barcelona
©IMAGO

Italiens Funktionäre bemühen sich einem Bericht zufolge intensiv um Pep Guardiola als neuen Auswahltrainer der Squadra Azzurra. Verbandsdirektor Paolo Maldini und Berater Leonardo haben sich „Sky Sport Italia“ zufolge mit dem Spanier in Barcelona getroffen. Über das gesamte Wochenende hinweg habe man sich ausgetauscht und die Möglichkeiten eines Engagements erörtert. Die anschließende Einschätzung beim TV-Sender: Eine Verpflichtung des Startrainers sei nicht länger nur Wunschtraum, sondern ein realistisches Szenario. Eine Tendenz beim 55-Jährigen nur wenige Wochen nach dessen Abschied aus England scheint aber noch nicht absehbar.


Mitarbeiter
Pep Guardiola
P. Guardiola Alter: 55
Manchester City
Manchester City
Alle Saisons -
Alle Wettbewerbe
Spiele
593
Gewonnen
423
Unentschieden
77
Verloren
93


Die Alternativen zum Erfolgscoach sind zwar ebenfalls namhaft, stehen aber klar im Schatten Guardiolas, sollte der ehemalige Barça-, Bayern- und Man-City-Trainer verfügbar sein; Roberto Mancini (vereinslos) und Andrea Pirlo (United FC in den Emiraten) gelten schon länger als Optionen. FIGC-Präsident Giovanni Malagò erklärte gegenüber dem Sender immerhin, dass nicht nur diese beiden Namen auf der Liste stünden.



Guardiola ist einer der erfolgreichsten Klub-Trainer der Welt und war lange der ärgste Konkurrent des künftigen deutschen Nationaltrainers Jürgen Klopp. Während seiner knapp neun Jahre in Liverpool gewann Klopp einmal die Meisterschaft (2019/20). In zwei weiteren Saisons holten die Reds unter dem Deutschen jedoch ebenso eine Punktausbeute, die in verschwindend wenigen Ausnahmefällen in der Premier-League-Historie nicht zum Titelgewinn gereicht hätte. Doch der LFC biss sich jeweils an Guardiolas Man City die Zähne aus. Trotz nahezu perfekter Spielzeiten von Klopps Schützlingen 2018/19 (97 Punkte) und 2021/22 (92) triumphierte am Ende doch Guardiola (zu den punktstärksten Saisons der Premier-League-Klubs). Mit den Skyblues gewann Guardiola sechsmal die englische Meisterschaft. Beim FC Bayern holte er in allen seinen drei Saisons in München die Schale, in Spanien beendete er von 2008/09 bis 2011/12 ebenfalls dreimal eine Spielzeit mit der Meistertrophäe in Händen.



Italiens Alternativlösung Mancini war bereits von 2018 bis 2023 Coach der Squadra Azzurra und führte sie 2021 zum Europameistertitel. Pirlo stand bei dem bis dato letzten WM-Triumph 2006 in Deutschland noch selbst auf dem Feld und war als Spielmacher einer der Garanten für den Erfolg. Als Trainer hatte er vor allem bei Juventus Turin und Sampdoria Genua indes enttäuscht.


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DonAndolini Juventus Turin DonAndolini 22.07.2026 - 20:07
Zitat von Zizou23
Passt überhaupt Italiens Fußballphilosophie zu Guardiola und vice versa?


Vielleicht ist es ja genau das, was wir brauchen. Jemanden der einfach mal eine Revolution einläutet. Ich fänds prima.
JuMan Hertha BSC JuMan 21.07.2026 - 20:44
Zitat von 3-Ecken-Elfer
Zitat von Buscape8711

Zitat von DasBasti1887

Zitat von Buscape8711

Zitat von DasBasti1887

Zitat von FCAUT

Zitat von DasBasti1887

Wäre spannend zu sehen wenn er mal nicht eine absolute Übermannschaft trainiert.


Schon mal daran gedacht dass es Guardiola war der diese Übermannschaft erst entwickelt hat?

Bei Barca: Ein Pedro, Busquets, Pique & Co wurden von absolut niemanden als Weltklasse bezeichnet als sie Guardiola ins Team nahm.

Und übrigens, Guardiola hat mit Barca B die Meisterschaft in der vierten spanischen Liga gewonnen obwohl ihm von allen anderen gesagt wurde er solle das nicht machen weil sonst seine Trainerkarriere schneller wieder vorbei ist als er glaubt.


Dann hast du Barcelona anscheinend als Barca Fan noch weniger verfolgt als ich grins Abgesehen von Real war Barcelona auch schon vor Guardiola das Maß aller Dinge, Bayern war Kadertechnisch über absolut jedem anderen anzusiedeln und ebenso Manchester City.


Nun ja es geht so...schaut man sich die Zeit von 2000-2007 an:
2xMeister
2xSuperpokal
1x CL
Also nicht wirklich das Maß aller Dinge😁


Ich sagte doch abgesehen von Real Madrid vllt , aber in Spanien dennoch die zweitstärkste Mannschaft mit Abstand und wie gesagt mit City und Bayern die mit Abstand stärkste im Land.


Bayern bin ich bei dir..aber war City schon eine Macht vor Pep? Wurden doch Meister mit Mancini und Pellegrini oder? Aber das wars glaub oder hab ich was verpasst😁

City war natürlich keine Macht, schon gar nicht international, aber was der User wohl insgesamt einfach sagen möchte, ist, dass Guardiola bisher immer Spitzenteams übernommen hat, die einen Kader hatten, mit denen man mit ein paar Anpassungen oder sogar mit enormen Investitionen viel erreichen konnte.

Barca war im Jahr vor seiner Übernahme sicherlich nicht in bester Verfassung, aber war dennoch gut genug, um eine gute/sehr gute Basis darzustellen. Dass er dann viel daraus gemacht hat, ist unbestritten, aber die Basis war vorhanden. Dasselbe auch bei Bayern, wo ihm aber international der große Wurf nicht gelungen ist, weil er in den entscheidenden Spielen, wie auch in der Folge oftmals bei City, das Besondere versuchen wollte, immer wieder auch personell überrascht hat, anstatt einfach das fortzusetzen, was vorher gut funktioniert hat. Er wollte taktisch überzeugen, anstatt auf seine bisherige Arbeit zu vertrauen. City war vorher auch mehrfach Meister und stellte ebenfalls eine gute Basis dar, die dann mit enormen wirtschaftlichen Aufwand zu einer Macht gemacht wurde, wo aber auch "nur" ein CL-Titel raus sprang.

Vergleicht man das z. B. mit Klopp, der ja auch im Reigen der großen Trainer immer wieder genannt wird, dann hatte dieser eine deutlich anderen und schwereren Weg zu bestreiten. Angefangen von Mainz, einem Zweitligisten, den er in die Bundesliga geführt hat, mit Spielern, die sicherlich nicht zu den besten Individualisten gezählt haben, etwas, was sich dann beim BVB fortsetze, wo er erneut aus jungen, talentierten Spielern eine Mannschaft geformt hat, wo Spieler individuell besser aussahen, als sie eigentlich waren. Das hat man oft gesehen, wenn diese woanders hin gewechselt sind. Von einem "Klopp-Effekt" war da die Rede. 2 Meisterschaften in Folge, Pokalsieg und CL-Finale mit einem Team, was nicht aus den besten Spielern bestand, sondern von Klopp gesamtheitlich einfach nur zu einem guten Team gemacht wurde.

Das hat dieser dann bei Liverpool fortgesetzt, folgend natürlich mit anderen wirtschaftlichen Möglichkeiten, aber im Vergleich zur Konkurrenz zumeist mit deutlich geringeren finanziellen Investitionen, ist es ihm gelungen, Liverpool nicht nur nach langer Zeit wieder zum Meister zu machen, nein, auch zum CL-Sieger.

Im Vergleich ist Guardiola so etwas bisher schuldig geblieben, dass er mit deutlich weniger individueller Qualität auch etwas formen kann, was konkurrenzfähig ist, quasi aus einem Team, was nicht zu den besten der Liga gehört, eines zu machen, was das beste ist, sogar international.

Das ist dieser Makel, der Guardiola ein wenig anhaftet, wo es eben Zweifel unter Teilen der Fans gibt, ob er gut genug wäre, auch aus verhältnismäßig wenig viel oder sogar sehr viel zu machen, aus einem Team, was nicht vor individueller Klasse sprüht, ein Top-Team zu machen. Dass er Spieler, Talente durchaus entwickeln kann, hat er natürlich beweisen können, aber gesamtheitlich eben noch nicht, sodass das jetzt eine vielleicht erste Möglichkeit dazu wäre, denn Italien gehört aktuell nicht zur Weltspitze.

Wenn es ihm also gelingen würde, für alle sichtbar eine große Fußballnation aus einer Krise heraus zu helfen, sie wieder an die Spitze zu führen, würde er diese Kritiker verstummen lassen, auch wenn es "nur" die N11-Ebene wäre.

Viele glauben halt, dass ein Guardiola das, was Klopp bei Mainz, BVB und Liverpool geschafft hat, nicht gelungen wäre, weil seine Art von Fußball gewisse Profile mitbringt, die man bei Spielern und Teams auf einem geringeren Niveau so nicht vorfindet, zumindest in der damaligen Zeit, denn mittlerweile sind auch Spieler, die eher zum Durchschnitt der Liga gehören technisch und taktisch besser ausgebildet, also noch vor über 10 Jahren.

Plakativ formuliert, ist Guardiola ein guter Winzer, der aus guten Trauben den oder einen der besten Weine der Welt machen kann. Klopp ist eher wie Jesus, der aus Wasser Wein gemacht hat, bevor er auch zum Winzer wurde.


Ich denke du verwechselt das Wort „Kritiker“ mit „Hater“. Kritik übt man an Entscheidungen und Handlungen. Nicht an Dingen, die gar nicht real sind oder waren. Wer sagt, dass Guardiola es „schuldig“ geblieben sei, zu beweisen aus einem schwachen Team ein starkes formen zu können, hatet und kritisiert ihn nicht. Guardiola war nie in der Situation und wird es nie sein, einfach weil alle von Anfang an wussten, dass er ein hochbegabter Trainer ist, was er nun seit Ewigkeiten nachweist. Es ist kein Makel nicht den Weg von Klopp gegangen zu sein oder einen vergleichbaren. Vielmehr ist es so, dass das zu behaupten den Makel der Person, die das behauptet, deutlich macht. Das ist wie zu sagen, Messi würde nie in der Kreisliga gewinnen, weil er da die ganze Zeit weggeholzt werden würde. Christiano aber schon. Die Hater wird auch ein Erfolg bei der N11 Italiens nicht verstummen lassen. Ist ja nicht Düsseldorf oder Hertha.
jbudden FC Bayern München jbudden 21.07.2026 - 14:39
Ich finde es verständlich das man gespannt ist wie Guardiola ein Team aufbauen kann das aktuell nicht gut funktioniert. Das manche ihn so hinstellen als würde man mit genug Geld automatisch Meister werden sieht man an vielen Beispielen ja das es nicht so ist in der PL. 3 Top Teams übernommen und immer direkt geliefert. Der Punkteschnitt und die Dominanz die seine Teams haben sieht man selten. Hier wird oft davon gesprochen das er beweisen müsste es auch ohne Geld zu erreichen. Klopp müsste im Vergleich dann auch mal beweisen ein Team zu übernehmen und Konstant zu liefern. Bei Klopp dauert es in der Regel ein paar Jahre ein Top Team zu formen aber das Hoch ist dann auch relativ schnell wieder weg. Sehr unkonstant. Als Nationaltrainer sehe ich Klopp aber trotzdem als besseren Kandidaten.
Autor
Piggadilly
Tobias Picker
TM-Username: Piggadilly
Alle Beiträge des Autors
Pep Guardiola
Vereinslos
Pep Guardiola
Geb./Alter:
18.01.1971 (55)
Nat.:  Spanien
Akt. Verein:
Vereinslos
Aktuelle Funktion:
Trainer
Italien
Gesamtmarktwert:
319,00 Mio. €
Kadergröße:
23
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