Greenpeace-Aktion
04.10.2013 - 18:38 Uhr
"Sein Gesicht sprach Bände. Wortlos sass Michel Platini (58) auf der Tribüne des St. Jakob-Parks. Machtlos musste er mitansehen, wie sich die Greenpeace-Aktivisten vor seiner Nase abseilten und mit einem Mega-Banner gegen Öl-Gigant Gazprom protestierten. Gegen den Sponsor, der jährlich rund 40 Millionen in Platinis Champions League pumpt.
Der Uefa-Präsident schüttelte nur noch den Kopf. War so richtig sauer!
So machtlos er während der Demo war, so mächtig ist er jetzt, wenn es um die Strafe gegen den FCB geht.
Denn obwohl sich die Demo gegen den Sponsor des Wettbewerbs und von Gegner Schalke richtete, werden es am Ende die Basler sein, die als Gastgeber zur Rechenschaft gezogen werden. FCB-Präsident Bernhard Heusler sagt: «Wir wurden missbraucht, das ist nicht richtig.»
Doch wie brutal wird die Uefa-Strafe? Lassen die Russen ihre Muskeln spielen und fordern, dass am FCB ein Exempel statuiert wird?
Am 17. Oktober fällt die Kontroll- und Disziplinarkommission der Uefa ihr Urteil. Im schlimmsten Fall drohen dem FCB ein Geisterspiel und eine saftige Busse! «Jede Sanktion, die wir verhängen werden, würde für den laufenden Champions-League-Wettbewerb gelten», sagt ein Uefa-Sprecher zu BLICK. Heisst: Das Heimspiel gegen Bukarest am 6. November könnte bereits vor leeren Rängen stattfinden. Es wäre ein Millionenschaden für den FC Basel!
Man rechne: 60 bis 175 Franken kostete ein Ticket gegen Schalke. Gut 33 000 Fans waren im Stadion. Bei einem Schnitt von 100 Franken pro Ticket könnten dem FCB bei einem Geisterspiel also rund drei Millionen Franken allein an Ticketeinnahmen durch die Lappen gehen. Ein Sicherheitsdispositiv bräuchte es trotzdem, damit keine Fans ins Stadion gelangen. Das Geld für bereits verkaufte Tickets müsste zurückerstattet werden.
Der Imageschaden für den Klub und die Basler EM-Kandidatur für 2020 wäre noch nicht eingerechnet.
Der FCB muss zittern. «Ich hoffe, dass wir als Fussballklub von der Uefa nicht gebüsst werden», sagt Heusler. «Sonst müssten wir uns überlegen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.»
Greenpeace kümmert das wenig. «Die Aktion war nicht gegen den FC Basel gerichtet, dem wir von Herzen wünschen, dass er in der Champions League in die K.o.-Runde kommt», sagt Sprecher Yves Zenger zu BLICK. Und fügt dann noch selbstzufrieden an: «Im übrigen haben die Aktivisten offensichtlich eine bestehende Sicherheitslücke aufdecken können.»
Worte, die für den FC Basel und seine Fans wie Hohn klingen müssen."
Quelle: Blick.ch
so viel dazu!!!
Eure Meinung dazu bitte...
Der Uefa-Präsident schüttelte nur noch den Kopf. War so richtig sauer!
So machtlos er während der Demo war, so mächtig ist er jetzt, wenn es um die Strafe gegen den FCB geht.
Denn obwohl sich die Demo gegen den Sponsor des Wettbewerbs und von Gegner Schalke richtete, werden es am Ende die Basler sein, die als Gastgeber zur Rechenschaft gezogen werden. FCB-Präsident Bernhard Heusler sagt: «Wir wurden missbraucht, das ist nicht richtig.»
Doch wie brutal wird die Uefa-Strafe? Lassen die Russen ihre Muskeln spielen und fordern, dass am FCB ein Exempel statuiert wird?
Am 17. Oktober fällt die Kontroll- und Disziplinarkommission der Uefa ihr Urteil. Im schlimmsten Fall drohen dem FCB ein Geisterspiel und eine saftige Busse! «Jede Sanktion, die wir verhängen werden, würde für den laufenden Champions-League-Wettbewerb gelten», sagt ein Uefa-Sprecher zu BLICK. Heisst: Das Heimspiel gegen Bukarest am 6. November könnte bereits vor leeren Rängen stattfinden. Es wäre ein Millionenschaden für den FC Basel!
Man rechne: 60 bis 175 Franken kostete ein Ticket gegen Schalke. Gut 33 000 Fans waren im Stadion. Bei einem Schnitt von 100 Franken pro Ticket könnten dem FCB bei einem Geisterspiel also rund drei Millionen Franken allein an Ticketeinnahmen durch die Lappen gehen. Ein Sicherheitsdispositiv bräuchte es trotzdem, damit keine Fans ins Stadion gelangen. Das Geld für bereits verkaufte Tickets müsste zurückerstattet werden.
Der Imageschaden für den Klub und die Basler EM-Kandidatur für 2020 wäre noch nicht eingerechnet.
Der FCB muss zittern. «Ich hoffe, dass wir als Fussballklub von der Uefa nicht gebüsst werden», sagt Heusler. «Sonst müssten wir uns überlegen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.»
Greenpeace kümmert das wenig. «Die Aktion war nicht gegen den FC Basel gerichtet, dem wir von Herzen wünschen, dass er in der Champions League in die K.o.-Runde kommt», sagt Sprecher Yves Zenger zu BLICK. Und fügt dann noch selbstzufrieden an: «Im übrigen haben die Aktivisten offensichtlich eine bestehende Sicherheitslücke aufdecken können.»
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