FC St. Pauli lässt Kapitän Irvine zu Cerezo Osaka ziehen – Abschied nach fünf Jahren
Jackson Irvine (33) verlässt den FC St. Pauli mit sofortiger Wirkung nach Japan. Wie der Kiezklub am Mittwoch bestätigte, geht der Kapitän auf eigenen Wunsch zu Cerezo Osaka. Wegen des noch ein Jahr gültigen Vertrags generieren die [...]
Finds schade dass er Pauli verlässt, er war echt n geiler Kicker. Und hat den Verein echt gelebt.
Das ist einfach richtig bitter.
Klar gab es hier und da Ärger mal, aber am Ende hat sich Jackson reingehangen immer und war einfach St. Pauli für mich. Bitter, dass er jetzt endet und er geht 😔
Ich fasse es mal aus dem Kreise derjenigen, die mit der Aufarbeitung seiner sowie der Aktionen seiner Frau viel versucht haben zu vermitteln und aufzuarbeiten, zusammen:
- Seine nie erfolgte Entschuldigung für das Tragen eines antisemitischen Trikots
- Sein Aufruf zu rechtsoffenen Demo's trotz Hinweis des Vereins
- Seine nähe in Teile der stark pro Hamas und antisemtischen Strukturen geprägten Vereine und Szenen
- Seine Abwehr und Ablehnung zu offenem Dialog mit besorgten Fans aus den eigenen Reihen
- Seine Werbedeals
- Die aktive Mitarbeit seiner Frau im Verein, dann gegangen, dann eigene St.Pauli Merch rausbringen mit Gesicht des Mannes, am Verein vorbei
- Die aus dem Teamumfeld berichteten festgefahrenen Machtverhältnisse und Strukturen um Smith und Irvine herum, die es anderen Spielern schlichtweg verbat, sich hervorzutun und Verantwortung zu übernehmen
- Das ständige Schweben eines ungesunden Personenkults über Kreisen des Vereins, nicht zuletzt auch der Streit mit dem verdienten Aufsichtsrat Rene Born ...
In Summe sind hier so viele Dinge passiert, die eine Trennung fast alternativlos erscheinen liessen.
Wie Bornemann es sagte: Er trat mit dem Wunsch an den Verein ran wechseln zu wollen, nach seinen Aussagen vor der Saison. Die Realität, dass man ihm sehr sicher den Stammplatz und die Kapitänsbinde nehmen wollte, zwang ihn nicht, aber trieb ihn wohl zu diesem Schritt.
Man kann ihm nur alles Gute für die Zukunft wünschen. Wie Bornemann es tat. Aber dieses Kapitel ist endlich vorbei! Und das Damoklesswert, welches über dem Team und Verein sowie Fanszene hing, ist erstmal Geschichte. Nicht aber die Aufarbeitung der Geschehnisse im Kreise der Fanszene. St. Pauli war es nicht, aber muss wieder stabil werden. Vor allem im Kampf gegen Antisemitismus.
Immer wieder krass das Pauli als offener linker Verein (und letztlich nur dafür in Deutschland und vor allem außerhalb bekannt, sportlich sicher nicht), nicht pro Palästina ist. Alle anderen Vereine dieser Kategorie (Celtic, Rayo, Roter Stern Paris, die drölf verschiedenen italienischen Vereine die offen links sind, etc) sich alle klar pro Palästina positioniert haben. Celtic und andere haben ja auch die Fanfreundschaft deswegen gekündigt.
Letztlich trumpft wohl der Faktor das man ein deutscher Verein ist die politischen ideale. Wir haben ja zu genüge gesehen wie deutsche Vereine (und die deutsche Gesellschaft allgemein) dazu steht.
Aber dieser Thread ist ein Musterbeispiel für heutige Diskussionskultur. Viele kennen nur die Hälfte des Themas oder lesen nur solange bis sie das Narrativ auf das sie sich stürzen wollen herausgelesen oder interpretiert haben.
Es war keine(!) bloße Sozialisierung mit den Leuten in Gaza.
Man kann zugute halten, man kennt das Shirt und die Story nicht, aber dann wird es von 2 Usern klargestellt, dass Israel quasi das Existenzrecht abgesprochen werden sollte.
Und trotzdem wird danach munter weiter geschimpft, dass man in Deutschland nicht mehr seine Meinung äußern dürfe..



