Münster siegt im Derby spät
Dresden schafft gegen Düsseldorf Sprung aus dem Keller – Elversberg wieder Dritter
©IMAGO
Dynamo Dresden hat mit dem zweiten Erfolg in Folge einen Sprung aus dem Tabellenkeller gemacht: Die Sachsen besiegten Fortuna Düsseldorf durch Treffer von Alexander Rossipal und Vincent Vermeij mit 2:1 und schossen die Mannschaft von Markus Anfang zurück in die Krise. Preußen Münster entführte durch einen späten Treffer drei Punkte im westfälischen Duell bei Arminia Bielefeld, während im Top-Spiel zwischen Elversberg und Darmstadt keine Tore fielen.
Durch das Remis bleibt Elversberg nach dem 14. Spieltag auf Rang drei und zu Hause ungeschlagen. Die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner liegt vier Zähler hinter Spitzenreiter Schalke 04. Darmstadt blieb im vierten Spiel in Folge ohne Niederlage und belegt Platz fünf.
Vor 9.307 Zuschauern im Stadion an der Kaiserlinde boten beide Teams trotz strömenden Regens und torloser erster Halbzeit ein intensives Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Darmstadt war zunächst besser ins Spiel gekommen und hatte bei Isac Lidbergs Abschluss in der siebten Minute Pech, als Nicolas Kristof den Ball an die Latte lenkte. Elversberg hingegen fehlte beim letzten Pass oder im Abschluss die nötige Präzision.
Younes Ebnoutalib hatte nach 23 Minuten die erste Torgelegenheit, Lukas Petkov und Bambasé Conté verpassten in der Folge die Führung. Auch im zweiten Durchgang standen beide Defensivreihen kompakt. Die Partie blieb munter. Darmstadt hatte durch den eingewechselten Marco Richter die nächste Chance. Dessen Schuss aus 18 Metern blockierte Lasse Günther (51.). Zwei Minuten später setzte Torjäger Lidberg einen Kopfball nur knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 71. Minute fasste sich Patric Pfeiffer aus 30 Metern ein Herz. Lukas Pinckert fälschte den Ball noch ab, sodass sich Kristof ordentlich strecken musste, um den Ball zu parieren.
Eigentor entscheidet Derby zugunsten von Preußen Münster
Mit einem historischen Sieg hat Preußen Münster die Abstiegszone in der 2. Bundesliga hinter sich gelassen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende gewann das brisante Westfalen-Derby bei Arminia Bielefeld nach zuvor vier Auswärtsniederlagen am Stück mit 2:1 (1:1) und kletterte mit dem ersten Sieg auf der Alm seit 60 Jahren an den Gastgebern vorbei auf den neunten Tabellenplatz.
Vor 26.750 Zuschauern in der Schüco Arena trafen Oliver Batista Meier (32.) und der Bielefelder Leon Schneider mit einem Eigentor (89.) für die Gäste. Joel Grodowski (8./Foulelfmeter) erzielte den Führungstreffer für die Arminia. Die von der Polizei als Hochrisikospiel eingestufte Partie der beiden etwa 60 Kilometer entfernten Klubs begann optimal für die Gastgeber.
Nach einem Foul von Münsters Ersatz-Torhüter Morten Behrens, der den gesperrten Johannes Schenk vertrat, an Mael Corboz gab es einen Strafstoß für die Arminia. Der Ex-Münsteraner Grodowski verwandelte zum 1:0 an seinem 28. Geburtstag. Inmitten der Bielefelder Überlegenheit fiel der Ausgleichstreffer fast aus dem Nichts. Batista Meier sprintete in einen schwachen Rückpass von Marius Wörl, umkurvte Arminias Torhüter und traf zum 1:1.
In der hitzigen Atmosphäre des ausverkauften Stadions auf der Alm hatten beide Teams in der insgesamt ausgeglichen Partie noch Chancen auf den Siegtreffer. Ein unglückliches Eigentor von Schneider bescherte den Gästen dann den zweiten Auswärtssieg der Saison.
Ende des Fluchs: Dynamo Dresden gelingt erster Heimsieg
Dynamo Dresden hat den Heimfluch beendet und erstmals in dieser Zweitliga-Saison im eigenen Stadion gewonnen. Gegen Fortuna Düsseldorf gab es ein 2:0 (1:0), womit die Sachsen die Abstiegsränge verließen. Alexander Rossipal (45.) hatte die Hausherren in Führung gebracht, der frühere Düsseldorfer Vincent Vermeij (54.) baute diese vor 30.817 Zuschauern aus. Christian Rasmussen (84.) gelang nur noch der Anschluss.
In der Nachspielzeit musste Aljaz Casar für den offensichtlich schwer verletzten Lennart Grill ins Dynamo-Tor, da das Dresdner Wechselkontingent ausgeschöpft war. Fortuna muss sich nach der Niederlage nun noch weiter nach unten orientieren und rangiert nur noch einen Punkt vor der Abstiegszone.
Bei der Rückkehr von Trainer Markus Anfang an seine ehemalige Wirkungsstätte zeigten beide Teams vor der Pause eher unterdurchschnittliche Leistungen. Die Partie hatte wenig Feuer, beide Mannschaften agierten ängstlich. Zudem gab es vornehmlich bei Dynamo im Mittelfeld viele Missverständnisse und Unkonzentriertheiten.
Dass die Sachsen dennoch mit einer Führung in die Pause gingen, lag zum einen an der mangelnden Chancenverwertung der Gäste, die bei Kopfbällen von Cedric Itten (25./40.) entweder das Tor verfehlten oder nur den Außenpfosten trafen. Zum anderen ließen die Düsseldorfer einmal bei einem Dynamo-Angriff Rossipal völlig frei, der keine Mühe hatte, zum 1:0 zu vollenden.
Nach dem Seitenwechsel hatte Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier zunächst bei einem Schuss von Jakob Lemmer (50.) viel Mühe, gegen Vermeijs Treffer war er kurz darauf machtlos. In der Folge machten die Düsseldorfer auf und ermöglichten Dynamo Konter, die aber schlecht ausgespielt wurden. Für die Fortuna selbst gab es kaum Chancen, weil die vielbeinige Dresdner Abwehr konsequent verteidigte. Nur bei Rasmussens Kopfball wirkte diese unsortiert.
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