19.06.2026 - 09:39 | Quelle: TM/dpa | Lesedauer: unter 3 Min.
Weltmeisterschaft
Désiré Doué
Familien beim XXL-Turnier 

Doués wertvollste Brüder bei der WM – Vier Paare laufen für unterschiedliche Nationen auf

WM 2026: Doués wertvollste Brüder – Vier Paare für unterschiedliche Nationen
©IMAGO

Bei der XXL-WM 2026 gibt es gleich sieben Brüder-Paare. Die Duartes aus Kap Verde (kumulierter Marktwert: 2,8 Millionen Euro), die Bacunas von Außenseiter Curaçao (kumulierter Marktwert: 1,95 Mio. Euro) und die Hernández-Brüder Theo und Lucas von Vize-Weltmeister Frankreich (kumulierter Marktwert 38 Mio. Euro) spielen allesamt für die gleiche Nation. Die weiteren vier Geschwisterpaare spielen für unterschiedliche Nationen.



Barfuß durch die Sahara: Die Williams


Bei den Fußballern von Athletic Bilbao gibt es seit über einem Jahrzehnt die Williams-Brüder Nico und Iñaki (kumulierter Marktwert: 48 Mio. Euro). Der jüngere Nico (23) widerstand sogar Angeboten des FC Barcelona und von Real Madrid, er unterschrieb in Bilbao einen Vertrag bis 2035. Für Iñaki (32) kam ein Wechsel bislang ebenfalls nicht infrage.



Während die Brüder im Verein das gleiche Trikot tragen, wählten die beiden Basken im Nationalteam unterschiedliche Wege. Die ghanaischen Eltern hatte sich damals auf den Weg nach Spanien gemacht, als Mutter Maria mit Iñaki schwanger war. Barfuß zog das Paar durch die Sahara. Iñaki hat seinen Namen von einem spanischen Priester, der den Eltern beim Grenzübergang half. Der ältere Bruder entschied sich für Ghana. Nico hingegen wählte Spanien und wurde 2024 als Stammspieler Europameister.


Marktwert
Nico Williams
N. Williams Linksaußen
40,00 Mio. €


„Als älterer Bruder bin ich unglaublich stolz darauf, seine Entwicklung zu sehen und seine Fortschritte als Fußballer mitzuerleben. Er hat grenzenloses Potenzial“, sagte Iñaki der „BBC“ über seinen neun Jahre jüngeren Bruder.


Derrick Luckassen und Brian Brobbey


Bei Derrick Luckassen (Ghana) und Brian Brobbey (Niederlande; kumulierter Marktwert: 31 Mio. Euro) liegt der Fall ähnlich wie einst bei den in Deutschland aufgewachsenen Boateng-Brüdern Kevin-Prince und Jérôme. Beide haben die gleiche Mutter, eine Ghanaerin, und sind in Amsterdam geboren. Luckassen durchlief diverse niederländische Jugendteams, ehe er sich für die Heimat seiner Eltern entschied. Brobbey schaffte den Sprung in die Elftal, für die er es in den WM-Kader 2026 schaffte und im ersten Spiel eingewechselt wurde.


Marktwert
Brian Brobbey
B. Brobbey Mittelstürmer
40,00 Mio. €


Desiré und Guéla Doué


Die Brüder Desiré und Guéla Doué (kumulierter Marktwert 140 Mio. Euro) haben einen ivorischen Vater und eine französische Mutter. Beide wuchsen in Frankreich auf und machten bei Stade Rennes ihre ersten Schritte im Profifußball. Desiré ist mit 21 Jahren nicht nur der jüngere, sondern auch der deutlich talentierte der beiden Brüder. In seiner Vita stehen bereits zwei Champions-League-Titel mit Paris Saint-Germain. Demzufolge entschied sich Desiré früh für Frankreich und schaffte es in den WM-Kader des Mitfavoriten. Sein Marktwert wird inzwischen auf 120 Millionen Euro beziffert.


Marktwert
Désiré Doué
D. Doué Rechtsaußen
120,00 Mio. €


Bruder Guéla (23) wechselte 2024 von Rennes zu Racing Straßburg und hatte sich zuvor bereits für die Elfenbeinküste entschieden. Im Gegensatz zu seinem offensiv orientierten Bruder Desiré ist Guéla Doué Außenverteidiger.



Die Souttar-Brüder John und Harry


John und Harry Souttar (kumulierter Marktwert: 5,5 Mio. Euro) sind der Nachwuchs eines schottisch-australischen Paars. Vater Jack ist Schotte und war in den 70er-Jahren Profi, während Mutter Heather im australischen Adelaide geboren ist. Aufgewachsen und im Fußball sozialisiert wurden die beiden Fußballer in Schottland, doch Harry entschied sich 2019 für Australien, das Heimatland seiner Mutter.


Marktwert
John Souttar
J. Souttar Innenverteidiger
2,00 Mio. €


„Sie unterhalten sich ständig über Spiele. Sie passen immer aufeinander auf, das steht fest“, sagte Vater Jack über seine beiden Söhne. Zum WM-Auftakt gewannen John und Harry mit ihren Teams am selben Tag die jeweils ersten Spiele. Während John beim 1:0 seiner Schotten gegen Haiti 90 Minuten auf der Bank saß, war Harry als Kapitän und Abwehrchef der Australier einer der Garanten für das überraschende 2:0 gegen die Türkei.



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