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André Schubert [Trainer]

08.08.2016 - 13:18 Uhr
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André Schubert [Trainer] |#61
13.09.2016 - 10:34 Uhr
Zitat von Ralfinger


In meine Beitrag stehen genug Ansätze zur Diskussion



Sowas wie: "Laut Gerüchten den Wunschtrainer von Eberl, Weinzierl..."
"Man munkelt ja, dass Eberl..."
"Ein weiteres Indiz, dass diese Gerüchte sogar stimmen könnten ist für mich ganz klar...."
"Ich fasse es ehrlich gesagt immer noch nicht, dass wir Leute wie Korb verschenken...."

Der Rest ist dann auch nicht viel besser. Wir versuchen uns mit System und Aufstellung flexubel zu halten. Das wurde mMn auch ausreichend von Schubert so kommuniziert - z.B im TF Interview:


"Die Dreierkette kristallisiert sich immer mehr als die favorisierte Formation heraus, doch Schubert will sich nicht festlegen. »Es ist nichts in Stein gemeißelt, ich bin kein Verfechter eines bestimmten Systems. Die Zeiten haben sich geändert, die Jungs sind heute viel flexibler und können sich viel schneller anpassen, weil es selbstverständlich geworden ist. Ein System ist eine Grundordnung, nicht mehr«.

Die Spielidee ist einfach: »Es gibt nicht wahnsinnig viele Ideen, die wir jeden Tag entwickeln. Wir wollen die Art beibehalten, wie wir Fußball spielen. Möglichst viel Ballbesitz haben und wenn wir den Ball nicht haben, ihn möglichst schnell zu jagen. Dementsprechend werden wir im Trainingslager und den nächsten Wochen daran arbeiten, wie wir uns verschieben und wie wir den Gegner attackieren. Offensiv geht es weiter darum, was uns in der letzten Saison stark gemacht hat: Sehr flexibles Kombinationsspiel und immer wieder neue Lösungen finden«.

»Es geht nicht darum, eine maximale Bandbreite an Systemen zu schaffen, sondern zu überlegen, was optimal für unsere Spieler ist«, so Schubert. »Ich werde kein System kreieren, was nicht den Stärken der Spieler entspricht«.

Im Moment scheint die Dreierkette die Formation zu sein, die passt. »So wie wir es zuletzt gespielt haben, fühlen sich die Spieler unheimlich sicher und wohl. Wir haben einen super Spielaufbau bekommen, haben noch einen Offensiven mehr vorne, sind sehr flexibel und schwer zu greifen«. Weil es verschiedene Interpretationen des Systems gibt: »Wenn wir mit einer Dreierkette und zwei klaren Sechsern davor spielen - beispielsweise mit Kramer und Strobl - dann kann ich die Außen sehr viel offensiver spielen lassen und habe zwei Flügelstürmer. Ich kann im Zentrum aber auch mit einem Sechser spielen und dann vielleicht zwei Achtern wie Hofmann oder Dahoud, dann bin ich zentraler offensiv und würde außen etwas defensiver aufbauen. Aber wir können auch sehr gut mit Viererkette spielen, ein 4-4-2 oder auch ein 4-3-3 ist nicht ausgeschlossen«."


Gegen Freiburg lief es sicherlich nicht optimal. Hierbei wird dann aber der mangelhafte Einsatz der Spieler völlig ausgeklammert. Alleine die Laufleistung war eine Frechheit und darf so nur vorkommen, wenn man das Spiel dominiert. Hier schienen alle (und den Schuh muss sich auch Schubert anziehen) schon vom Kopf her bei der CL zu sein.
Sollte unser System entschlüsselt sein und wir daher von fünf Pflichtspielen in Zukunft nur eines verlieren könnte ich da sehr gut mit leben. Zumal wir in den ersten fünf Pflichtspielen eine Gegentorquote von 1,2 haben. Das ist jetzt nichts was auf ein offenes Scheunentor hinten deuten lässt Zwinkernd
André Schubert [Trainer] |#62
13.09.2016 - 11:01 Uhr
Zitat von Ralfinger


Selbstverständlich gab es einen besseren. Laut Gerüchten den Wunschtrainer von Eberl, Weinzierl. Man munkelt ja, dass Eberl sich mit seinem "Wunsch" (Anführungszeichen deshalb, weils eben ein Gerücht ist) gegen den Vorstand nicht durchsetzen konnte.

Ein weiteres Indiz, dass diese Gerüchte sogar stimmen könnten ist für mich ganz klar unsere taktische Ausrichtung. Wieso spielt die U23 mit einer 4er-Abwehrkette, wir hingegen nicht? Oder ist das Erfolgsprogramm von Ajax überholt, dass man von klein auf alle Mannschaften im selben System spielen lässt, damit es keine systemischen Anpassungsschwierigkeiten gibt?

Ich fasse es ehrlich gesagt immer noch nicht, dass wir Leute wie Korb verschenken und uns unserer Alternativen berauben, weil er plötzlich nicht mehr ins System passt. Oder Anpassungsschwierigkeiten hat. Wieso wurde ein Johnsson "umgeschult"? Wieso ein Hofmann? Jantschke spielt ebenfalls nicht auf seiner stärksten Position, und selbst Vestergaard passt irgendwie nicht in eine 3er-Kette. Da braucht es technisch starke Spieler, an denen du nicht vorbei kommst. Bei uns kommt man selbst dann durch die Kette, wenn man gegen alle 3 zusammen steht.

Das sind alles Dinge, die man ohne Not angegangen ist. Wieso man Spieler umschulen musste, obwohl die eigentlich für ein ganz anderes System geholt wurden, erschließt sich mir immer noch nicht. Und warum wir nur noch die 3er-Kette spielen, egal gegen wen, kann ich auch nicht verstehen.

Im Übrigen finde ich die Auflistung von Dominguez als quasi Neuzugang nicht ganz korrekt. Ob er überhaupt nochmal spielt, steht immer noch in den Sternen. Den Namen Stranzl, auf den wir verzichten mussten, nehme ich auch nochmal kurz auf. Meine Frage wäre, was der in einer 3er-Kette denn zu suchen gehabt hätte. Das wäre nach meiner Einschätzung voll in die Hose gegangen.

Es sind einfach zu viele Dinge umgeworfen worden. Und ich fürchte, unser System ist bereits entschlüsselt. Wenn man gegen uns gewinnen will, braucht man uns eigentlich nur das Spiel zu überlassen, hart anzulaufen und den Ball lang nach vorn zu spielen. Irgendeine Chance ergibt sich dann immer irgendwie. Mir gefällt unser immer noch nach hinten anfälliges System überhaupt nicht mehr, denn wenn vorn nur 2 entscheidende Leute ausfallen, dann können wir selbst an guten Tagen vorn nicht mehr das ausbügeln, was wir hinten regelmäßig verbocken. Ich halte Schubert mittlerweile für absolut lernresistent. Bei Frontzeck war das genau so, und das schmeckt mir überhaupt nicht.


@Ralfinger
Dass es selbstverständlich einen besseren Trainer gab ist ja erst mal eine rein subjektive Aussage. Gehört in die Kategorie "hätte, wäre, wenn" und Fakten kann man das leider nicht festmachen.

Wenn du das andersherum siehst wäre es ja dämlich alle Jungedmannschaften auf eine 3er-Abwehr umzustellen nur weil es in der Ersten seit ein paar Spielen so praktiziert wird. Für mich ist 3-5-2 das neue 4-2-3-1. Nach und nach denke ich dass der "neue Trend" im Weltfussball zum 3-5-2 gehen wird. Eine unterschiedliche Formation bei U23/Jugendmannschaften und der ersten Mannschaft als Indiz für einen Trainerwechsel zu sehen ist schon sehr kreativ mMn.

Korb hat mMn nicht die Qualität um einen Stammplatz in der Mannschaft zubekommen, 3er oder 4er Abwehr. Und er kann auch im RM spielen und ist kein reiner RV. Auf der RM Position herrscht halt mehr Konkurrenz und in der Offensive ist er eben nicht so gut wie ein Traore etc. Auf RV hat letztes Jahr Elvedi geglänzt für sein Alter und hatte eben noch den Aspekt der Größe auf seiner Seite der sonst nicht vorhanden war in der Mannschaft.
Johnson ist einer der versatilsten Spieler die Gladbach besitzt. Ob links oder rechts, defensive oder offensive kann man ihn überall spielen lassen. Wahnsinns Ergänzungs/Rotationsspieler der da aushelfen kann, wo es brennt.
Hofmann kann ebenfalls die Außenpositionen und auch die offensive Zentrale spielen.
Jantschke hat bewiesen, dass er als IV sowie auch als RV bärenstark ist.
Ich gebe dir Recht mit Vestergaard. In einer 3er Kette ist er für mich persönlich vor allem nicht schnell genug. Aber wenn die beiden Außenspieler mit zurückrücken und eine 5er Kette draus wird ist Vestergaard wie eine Mauer. Kopfbälle haut er locker raus und im direkten Zweikampf ebenfall sehr stark. Mit Vestergaard haben wir auch einen Spieler der im Durchschnitt mit unter einem Foul pro Spiel auskommt. Sein Stellungsspiel ist Hammer aber wenn ein schneller Spieler vorbeizieht ist er leider machtlos.
Die Aussage "Man kommt bei uns sogar durch wenn alle drei zusammen stehen" sagt nichts aus. Juventus spielt seit Jahren mit einer Dreierkette und, man mag es kaum glauben, auch die kassieren Gegentore...

Die 3er-Kette an sich ist ja auch nur Auslegungssache. So offensiv die Aufstellung auch scheinen mag hat man in der Theorie 7! Defensivspieler. Die Flügelspieler fungieren als Außenverteidiger. Die ZM ziehen sich zurück und man hat eine 5er Kette mit 2 zentralen Spielern davor. Man kann schnell reagieren im Spiel und viel umstellen. Genau das was viele (noch) kritisieren sehe ich bald als Stärke. Wenn das einmal bei den Spielern drin ist und die Laufbereitschaft noch höher ist kann man da ganz stark mit Punkten.

Stranzl in der 3er Kette wäre so ziemlich dasselbe wie Vestergaard jetzt. Beide Zweikampfstark, nicht die schnellsten aber Kopfballstark.

Sorry aber der letzte Absatz ist für mich einfach Schmarrn. Unser System ist entschlüsselt... Das Chancen gegen uns entstehen ist völlig normal. Eine Abwehr die nichts zulässt gibt es nicht! Im Spiel gegen Freiburg sah die Abwehrleistung alle Spieler nicht gut aus aber das jetzt das System entschlüsselt ist ist lächerlich. Man kann ein System nicht entschlüsseln. Man kann auf Gegebenheiten im Spiel reagieren und entgegenwirken. Aber einen Grundsätzliche Taktik um gegen Gladbach zu gewinnen gibt es nicht sonst würden wir ja immer verlieren.
Schubert führt gerade ein neues System ein. Wenn es mal schlecht läuft ist es seine Schuld aber man muss ihm auch etwas Zeit geben sein System entfalten zu lassen.
André Schubert [Trainer] |#63
14.09.2016 - 23:17 Uhr
Zitat von BMG465
Zitat von effe2007

Schubert wird garantiert wieder sagen "die Basics haben nicht gestimmt".

Die Frage ist, was trainiert er mit der Mannschaft ?

Die Leistung gegen Freiburg UND die Leistung heute sind eine wahre Katastrophe. Kein Pass der ankommt, Abwehr und Mittelfeld wie Amateure wo ich mir sogar schon fast sicher bin, dass unsere U 23 sich da besser verkauft hätte.

Ehrlich, entweder Schubert bekommt das in den Griff oder er ist meilenweit davon entfernt, über Sommer 2017 hinaus noch unser Trainer zu sein. So eine grottige Leistung zeigen, schön das zweite mal hintereinander, das gibt mir zu denken.


So sieht es zur Zeit aus.
Leider.
Keine Weiterentwicklung zu sehen.


Wie schnell man doch vergisst. Und wie gerne man doch mit zweierlei Maß misst!

Man redet gerade von 2 Spielen in Folge (beginnt eine Serie ab 3?). Ich erinnere gerne an die Saison 2013/14:
Hier hatten wir eine Serie von 9! Spielen ohne Sieg (übrigens unter Favre).

Aber ich weiß schon:
Kann man nicht miteinander vergleichen.



... Für mich aber eher Lobby <=> keine Lobby ...

Mit Sachlichkeit haben hier manche Thesen schon lange nix mehr zu tun!!!

•     •     •

100% Borussia
André Schubert [Trainer] |#64
14.09.2016 - 23:34 Uhr
Zitat von Denilson77
Zitat von BMG465

Zitat von effe2007

Schubert wird garantiert wieder sagen "die Basics haben nicht gestimmt".

Die Frage ist, was trainiert er mit der Mannschaft ?

Die Leistung gegen Freiburg UND die Leistung heute sind eine wahre Katastrophe. Kein Pass der ankommt, Abwehr und Mittelfeld wie Amateure wo ich mir sogar schon fast sicher bin, dass unsere U 23 sich da besser verkauft hätte.

Ehrlich, entweder Schubert bekommt das in den Griff oder er ist meilenweit davon entfernt, über Sommer 2017 hinaus noch unser Trainer zu sein. So eine grottige Leistung zeigen, schön das zweite mal hintereinander, das gibt mir zu denken.


So sieht es zur Zeit aus.
Leider.
Keine Weiterentwicklung zu sehen.


Wie schnell man doch vergisst. Und wie gerne man doch mit zweierlei Maß misst!

Man redet gerade von 2 Spielen in Folge (beginnt eine Serie ab 3?). Ich erinnere gerne an die Saison 2013/14:
Hier hatten wir eine Serie von 9! Spielen ohne Sieg (übrigens unter Favre).

Aber ich weiß schon:
Kann man nicht miteinander vergleichen.



... Für mich aber eher Lobby <=> keine Lobby ...

Mit Sachlichkeit haben hier manche Thesen schon lange nix mehr zu tun!!!


Ist schon klar.
Für dich geht aus auch nur darum alles und jeden zu kritisieren der den Trainer und seine Taktik/Aufstellung u.s.w kritisch sieht.
Für.mich steht der Verein an erster Stelle.
Und unser Defensiv Verhalten stimmt mich sehr negativ.
Genauso die Entwicklung der Mannschaft.
Ich erinnere mich gern noch an letztes Jahr in Manchester.
Da haben wir zwar verloren, aber waren spielerisch und kämpferisch deutlich besser.
Und bitte hör auf damit es sind nur zwei Spiele.
Es geht hier darum wie man verliert.
Das stimmt mich schon negativ.
Und das hier einige User ihren Unmut äußern macht sie nicht gleich zu Anti Schubert oder schlechten Borussen Fans.
Wenn du denkst das ist nicht so wild dann ist das auch gut.
In dem Sinne
André Schubert [Trainer] |#65
15.09.2016 - 08:21 Uhr
Zitat von snesfreak
Zitat von TSquared

Mal ein anderer Ansatz:
Neben der unterirdischen Zweikampfquote finde ich auch die Laufstrecke interessant:

Man City: 115,8km
Gladbach: 114,6km

Als Underdog bei weniger Ballbesitz gegen ein Guardiola-Team weniger Kilometer zu machen als der Gegner, das ist schon schockierend. Und das, nachdem man sich gegen Freiburg mit 7km weniger bereits geschont zu haben schien.
Vielleicht hat Guardiola einfach mehr Zeit für Ausdauertraining in der Sommervorbereitung gehabt, während sie in China, den USA oder sonstwo ihre Sponsorentermine abklapperten?


Ach bitte, das ist eine Differenz von 1,2 Kilometern.
Bei zehn Feldspielern entspricht das 120 Metern pro Feldspieler.

Wir haben doch nicht 0:4 verklatscht, weil jeder Spieler 120 Meter zu wenig gelaufen ist. Wir hätten nämlich nicht gewonnen, wenn jeder 120 Meter mehr gelaufen wäre.

Wir wurden verhauen, weil die Zweikampfführung eine Katastrophe war und man agiert hat wie das Kaninchen vor der Schlange.


Es war nicht die Laufleistung, die den Ausschlag gegeben hat. AS hat das völlig richtig interpretiert. Es lag an fehlender Dynamik und Intensität. Wir gehen das immer im Trab an, der bei Ballgewinn bzw Konter dann in zügigem Trab übergeht. Aber von den Sprints die da einige bei ManC angezogen haben sind wir meilenweit entfernt. Und wenn man dann nach dem zügigen Trab einem Wendt oder Stindl ins Gesicht schaut, dann sehen die aus wie nach einem Marathon auf Haweii, wohingegen die ManC Spieler danach noch aussehen, als konnten sie ein schwarzes Hemd überstreifen und in die Disco gehen.Cool

Das waren Welten, und daran werden wir uns was die europäische Spitze angeht wohl auch gewöhnen müssen. Wir gehöhren zu den Besseren in der Buli, aber wir müssen realisieren, dass in der CL Spitze nochmal 1-2 Klassen intensiver und einfach besser gespielt wird. Das bedeutet, dass wir da nicht so spielen können wie gegen Hertha BSC oder Andere, sondern dass wir für die so sein müssen wie Freiburg oder Ingolstadt für uns. Die Frage ist halt nur ob wir das können.

AS hat für mich mit der Aufstellung der Taktik und auch mit dem Wechsel der Taktik alles nachvollziehbar und damit auch richtig gemacht. Nur mit dem Tempo und der Intensität ist das System und die tatkitsche Ausrichtung völlig zweitrangig, weil nicht von Bedeutung.

•     •     •

....die Seele brennt!
André Schubert [Trainer] |#66
15.09.2016 - 08:21 Uhr
ja, es ist enttäuschend, 0:4 zu verlieren, wenn man sich so auf die cl gefreut hat (als fan jetzt). und ja, es sah so aus, als hätte es auch noch schlimmer kommen können. und vielleicht konnte man auch eine fehlende einstellung erkennen. vielleicht ist das aber auch der fußball-kommentatoren-blick. würde man jetzt eine spielverlagerung.de-analyse zum spiel lesen, würde der hergang noch mal anders gedeutet.

am ende macht das ergebnis und auch das spiel einfach die größenverhältnisse im europäischen fußball deutlich. in anderen threads kann man hier seitenweise nachlesen, wie die schere immer weiter aufgeht und all das. das spiegelt sich eben in den formationen wider. auf jeder position haben teams wie mancity einen höherwertigen spieler und auf der trainerbank einen höherwertigen trainer. da sollte es wenig verwundern, wenn man auch mal das gefühl bekommt, auseinandergenommen zu werden. wenn man sich die statistiken der cl-achtelfinals der letzten jahre ansieht, fällt auf, dass dort fast immer alle gruppensieger ins viertelfinale kommen, oft sogar mit zwei siegen. allein gruppenkonstellationen wie unsere verwischen dieses bild ein wenig, weil man zwangsläufig einen final-fähigen zweiten bekommt. wenn also der qualitätsunterschied auf der nächsten ebene noch so groß ist, wie kann man dann etwas anderes erwarten als eine klare niederlage ? hoffen immer, aber erwarten ?

warum sollten wir mit dem geld und dem setting, das wir bereitstellen können, einen fertigen trainer bekommen, der alles gesehen hat, taktisch klug und auf der höhe er zeit ist, spiel und gegner vorher und während des spiels optimal analysiert und dann sofort die richtigen schlüsse zieht ? diese trainer gibt es nicht wie sand am meer, die trainieren die clubs, die mehr geld zur verfpgung haben als wir. denn dort spielen auch die spieler, die einen schritt weiter sind als die spieler, die bei uns spielen.

bei den spielern haben wir uns daran gewöhnt. eine geschichte wie der kauf, die entwicklung und der verkauf von xhaka ist für uns normal, passt ins bild der großen unterschiede in der finanziellen potenz der vereine. xhaka war einer, bei dem man das potential schnell gesehen hat. abgerufen hat er es deswegen trotzdem nicht sofort und auch nicht kontinuierlich. das wurde mit der zeit immer besser, bis der punkt kam, als borussia für ihn zu klein war und arsenal eine angemessene (?) summe bezahlte. wir kaufen also spieler wie xhaka (mit viel unsgestümen, wenig entwickeltem potential), wie dahoud (ähnlich wie xhaka, nur aus dem eigenen verein) oder spieler wie sindl (mit in der buli nachgewiesenen, gefestigten qualitäten, die so gerade eben nicht für die schland-auswahl ausreichen).

übersetzt man diese relationen auf den trainermarkt, dann ist unsere kragenweite eben die nachgewiesene buli-qualiät, d.h. leute wie weinzierl, hecking oder aber leute, in denen man potential sieht, das es zu entwickeln gilt. in diese kategorie fällt schubert. er ist also so etwas wie der dahoud der trainerszene. man sieht spiele, die er coacht, wo man begeistert ist (z.b. letztes jahr in manchester) und man sieht spiele, wo man die hände über dem kopf zusammenschlägt. manchmal erkennt man sogar muster (z.b. auswärtsspiele, pressingstarke mannschaften), wo es nicht funktioniert. aber das gibt es bei dahoud auch, oft tatsächlich sogar auch auswärts. bei dahoud schreiben wir es der mangelnden erfahrung zu, regen uns kurz auf und erfreuen uns dann aber schnell wieder daran, einen jungen spieler mit solch einem potential in unseren reihen zu haben. bei schubert wir es immer gleich grundsätzlich. warum sollte nicht auch ein trainer lernen dürfen, fehler machen, schlechte spiele oder sogar schlechte phasen haben ? weil man ihn nicht für ein spiel auswechseln darf ? es geht nicht anders, er muss diese fehler machen dürfen, sonst kann er sich nicht weiterentwickeln. wie dahoud.

und natürlich gibt es eine ebene über schubert, die seine arbeit analysieren, ihn kritisieren, auf fehler aufmerksam machen. so, wie die spieler vom trainerteam analysiert und kritisiert werden. und das wird auf hohem niveau passieren, auf professionellem niveau eben. dieses niveau haben hier im forum sehr sehr wenige, woher auch. schubert wird sich woche für woche anhören müssen, wie seine arbeit gesehen und bewertet wird. so wie menschen in leitungspositionen in der freien wirtschaft auch. so lange also die führungsebene im verein von schuberts potential und seiner entwicklung darin überzeugt ist, wird er der trainer sein. ich mit meinem blick aus der halbdistanz finde, dass das ein gangbarer weg ist. der andere weg (kategorie weinzierl) hat sicherlich auch seine vorteile, aber ob er besser ist, weiß ich nicht. zumal man solch einen trainer dann ja auch erst mal bekommen muss. gelingen ja auch nicht allen ständig solche schnäppchen wie stindl.

und jetzt zum abschluss noch mal der unvermeidliche favre. ich finde, wir haben mit ihm damals einen trainer bekommen, der eigentlich über unseren möglichkeiten lag. wir haben ihn bekommen, weil er eine schwäche hat, die ihn manchmal unmöglich aussehen lässt und damit für viele vereine uninteressant macht. so, wie manche vereine eben manchmal einen spieler bekommen, der eigentlich nicht ihre kragenweite ist, weil dieser spieler auch eine bestimmte schwäche hat, die ihn für viele vereine uninteressant macht. um mal in unserem dunstkreis zu bleiben z.b. kruse zu bremen oder, um den kreis zu schließen und das deutlichste beispiel zu bringen, balotelli zu nizza. favre ist genial und war als trainer schon weit entwickelt, als er zu uns kam.

vielleicht ist schubert auch genial, muss sich aber noch entwickeln. ich weiß es nicht, man kann es nur herausfinden, in dem man ihm zeit gibt. die ansätze sind aus meiner entfernung zu sehen. was mich etwas skeptisch macht, sind seine immer kräftiger werdenden oberarme. da scheint er einiges an zeit zu investieren. aber vielleicht kann er beim pumpen ja am besten nachdenken und ihm kommen die besten ideen.

jetzt habe ich meinen ellenlangen post mit dem letzten satz fast noch selbst ins lächerliche gezogen, deshalb noch ein nachsatz. ich glaube, etwas mehr vertrauen in die handelnden personen würden dem klima und dem niveau hier im forum ganz gut tun.
André Schubert [Trainer] |#67
15.09.2016 - 12:57 Uhr
Das die Mannschaft gestern nicht ihr bestes Programm abgespult hat ist sicher wahr. Die persönliche Leistung nahezu aller Spieler hat das auch nicht zugelassen. SO ein Ergebnis hat sich mit Sicherheit auch keiner gewünscht.

Aber mal ganz ehrlich: Es war doch seit der Auslosung klar, dass wir im Prinzip nur mit unserem schottischen Gegner so etwas ähnliches wie Augenhöhe herstellen können. . Sicher, man kann Barca und City an einem Tag, an dem nahezu alles für uns läuft auch mal ärgern oder soger Punkte erreichen. Aber auch das gelingt halt nicht immer dann, wenn man es sich wünscht.

Fakt ist: Wir sind gegen City und Barca abolute und krasse Aussenseiter - insbesondere dann, wenn der Gegner (wie gestern Abend) einfach ein wirklich tolles Spiel hinlegt und es nicht gelingt eine solche Mannschaft mit eigenen Aktionen aus der Ruhe zu bringen.

Was ist gestern passiert?. Das tatsächliche Gefälle zwischen City und uns wurde 1:1 über Spielverlauf, individuelle Klasse und einer perfekt abgestimmten fehlerfreien Mannschaftsleistung in ein klares ERgebnis übersetzt.

Gezeigt wurde auch, dass alles Gelaber bzgl. der Spiele gegen Pep und "seine Bayern" maximal für den Gesprächsverlauf an der Theke taugen. Das wir Bayern, Dortmund und auch große internationale Gegner mal effizient bespielen und schlagen können, das haben wir schon bewiesen. Aber und und insbesondere, wenn man mal die dauerhafte abrufbare Leistungsfähigkeit dieser Vereine sieht: Es waren Ausnahmen und auf absehbare Zeit werden sie das auch bleiben.

Von daher Es ist gestern exakt das passiert was zwischen Mannschaften mit so unterschiedlichen Gewischtsklassen passieren kann, wenn alles so halbwegs nromal läuft.

Von daher: Ja die persönliche und die Teamleistung sollte kritisch hinterfragt werden. Aber man sollte das nicht mit dem Gedanken tun, gegen solche Gegner künftig zu gewinnen. Dazu braucht's ganz andere Spieler, viel mehr Erfahrung ... eben von allem deutlich mehr.

Dss wächst alles nicht auf den Bäumen.

Was bleibt: In anderen Spielen dieser Gruppe kann man - insbesondere in den Heimspielen sicher den Traum aussprechen, die nötige Punkte zu sammeln um möglichst lange rechnerisch in die Nähe des 2. Tabellenplatzes zu kommen oder wenigstens darüber den 3. Platz zu erreichen. Dann hätten wir ein um 100% besseeres Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erreicht, was sensationell wäre.

Und das alles ist noch machbar.

Und so ganz nebenbei: ich war dennoch enttäuscht zu sehen, wie chancenlos wir gestern waren und in manchen Passagen keimte in mir die Frage hoch, wie es Amateurmannschaften oder Aufsteiger manchmal schaffen, uns das Leben so schwer zu machen.

Aber das ist eine ganz andere Diskussion.
André Schubert [Trainer] |#68
15.09.2016 - 14:16 Uhr
Zitat von Riga2011

Zitat von Flavius_Aetius

Zitat von rioroy

André Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Jetzt ist zwei oder drei Tage alles gegen uns gelaufen. Die Niederlage heute hat nichts mit zu viel Respekt vor dem Gegner zu tun. Wir konnten uns in den Eins-gegen-Eins-Situationen nicht durchsetzen, weil ManCity mit dem Ball einfach stärker war. Wir waren der Wucht und der Klasse des Gegners heute nicht gewachsen."

Das ist auch eine sehr interessante Spieleinschätzung.
Man konnte die Eins-gegen-Eins-Situationen nicht gewinnen und hat deswegen das Spiel 4-0 verloren? Alles klar.
Vielleicht lag es auch daran, dass Schubert die Dreierkette ausgepackt hat, diese aber überhaupt nicht funktioniert hat und die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen auch viel zu groß waren? Alles in allem leider ein enttäuschender Auftritt - in der Bundesliga klappt es gegen größere Mannschaften doch auch. Wobei man abwarten muss, wie es in Gladbach laufen wird. Zuhause sind die deutlich stärker.


Ich würde eher sagen, in der Bundesliga klappt es auswärts auch nicht. Wer von Freiburg hergespielt wird, wird das auch von City. Der Schubert ist ein ziemlicher Trainerdarsteller, die Auswärtsschwäche eklatant und mittlerweile die letzte Favresche Stabilität auch noch verflogen. Die leben von ihrer überragenden individuellen Klasse vorne, etwa einem Raffael, den man auch ohne Weiteres zu uns in die Startelf stellen könnte. Alles in allem ist das aber viel zu wenig, und Schubert mE der falsche Trainer für einen Verein, der sich dauerhaft oben etablieren will.


Die Favresche Stabilität, mit der man letzte Saison sechs von sechs Pflichtspielen zu Beginn verloren hat und mit der Schubert trotzdem noch Vierter wurde? Ich hab das Spiel gestern nicht gesehen, aber dass man mit Gladbach bei City in momentaner Hochform und mit einem echten Weltklassetrainer nur in 0.5 von 10 Fällen eine Chance hat, war doch vorher absehbar, da war die Niederlage in Freiburg tatsächlich ärgerlicher. Gladbach muss in den Heimspielen gegen die beiden Großen versuchen, einen Punkt mitzunehmen und ansonsten den direkten Vergleich gegen Celtic gewinnen, alles andere ist völlig utopisch, dass man im Etihad und dann auch im Camp Nou verlieren würde/wird, kann eigentlich kaum überraschen, dafür fehlt es hinten und vorne an Qualität und internationaler Erfahrung, auch wenn ich ehrlicherweise nicht mit einem 0-4 gerechnet hätte. Dennoch: Bei Gladbach standen in Christensen, Elvedi, Dahoud lauter hochtalentierte, aber eben völlig unerfahrene Greenhorns in der Startelf, ein Strobl machte sein erstes CL-Spiel, da sah es auf der anderen Seite schon anders aus...


Wohl eher war es so, dass die Mannschaft letztes Jahr nach 4 herausragenden Jahren unter Favre am Anfang unter persönlichen Querelen litt, die dann durch den Trainerwechsel weg waren, Favre ist da ja sehr konsequent. Dann hatte Schubert die Knoten gelöst und sechs Spiele am Stück gewonnen. Der Effekt ist doch allseits bekannt, wir hatten doch damals nach LvGs Entlassung mit 5 Siegen am Ende die CL nicht deshalb erreicht, weil der Jonker so ein super Trainer war, sondern weil LvG eine gut trainierte Mannschaft hinterließ und die persönlichen Probleme weg waren.

Nach der Anfangseuphorie hatte Schubert auswärts folgende Ergebnisse:

3:3 in Hoffenheim
0:5 in Leverkusen
0:1 in Mainz
2:3 in Hamburg
2:2 in Augsburg
1:2 in Wolfsburg
1:2 auf Schalke
0:1 in Ingolstadt
0:2 in Hannover
1:1 in München
2:0 gegen immer noch besoffene Darmstädter

und jetzt wieder
1:3 in Freiburg

das sind bei 12 Spielen eine Bilanz von 1-3-8 bei einem Torverhältnis von 13:23. Das wäre schon für einen Absteiger erbärmlich. Dass so eine Mannschaft in die CL kommt, ist ein Armutszeugnis für die Bundesliga, und der Auftritt gestern tut sein Übriges.

Es gibt nicht das geringste Anzeichen, dass Schubert die Probleme lösen kann, im Gegenteil werden sie in der Defensive immer gravierender. Es ist eine Sache, sich von einer Mannschaft mit der individuellen Klasse von City herspielen zu lassen, es ist aber ein anderes, dass das gleichermaßen auch den Freiburgern gelingt. Die Heimauftritte zeigen ja, zu was die Mannschaft eigentlich in der Lage wäre. Aber auswärts fehlt es einfach an allem, das ist mannschaftstaktisch unterirdisch und vogelwilder als zu Bremens schlimmsten Zeiten. Heutzutage reicht das nicht mehr, und schon gar nicht für so eine tolle Mannschaft wie Gladbach mit Ambition. Schubert ist bisher das perfekte Beispiel für einen Trainer, der von der Grundstruktur der Vergangenheit lebt (Favre), deswegen auch wegen der bodenlosen Konkurrenz (Schalke letztes Jahr) kraft Tabellenplatz unkündbar ist und auch im zweiten Jahr nicht das geringste Anzeichen macht, dass er seine Mannschaft voran bringen kann und die Schwächen abstellt.
Nicht umsonst wurde im ach so beschaulichen Gladbach letztes Jahr trotz Platz 4 über Schubert diskutiert. Man gibt ihm zurecht die Chance, über die Sommervorbereitung die Schwächen abzustellen, aber das passiert Stand heute nicht, im Gegenteil wird es noch schlimmer.

Wenn ich das schon lese, man konnte die 1:1 Situationen nicht gewinnen in City. Wenn ich auswärts bei einem individuell überlegenen Gegner spiele, setze ich doch mannschaftstaktisch alles daran, genau diese 1:1 Situationen zu verhindern und nicht sie zu provozieren. angry

____

Copy&Paste aus dem Bayernforum, evtl. auch für euch interessant smile
André Schubert [Trainer] |#69
15.09.2016 - 15:17 Uhr
Zitat von Flavius_Aetius



Ich finde es halt teilweise eher albern, diese Auswärtsschwäche explizit dem Trainer anzulasten oder generell hier anzuführen. Was kann man denn konkret machen, um eine Auswärtsschwäche zu beheben? Auswärts trainieren? Beantragen, nur noch zu Hause zu spielen? Letztlich sollte es an sich keinen großen Unterschied machen, ob man zu Hause oder auswärts spielt, in beiden Fällen ist das Spiel dasselbe. M.E. ist diese Auswärtsschwäche eine rein statistische zufällige Größe, die man aber nicht isoliert betrachten und angehen sollte. Dass man sich defensiv teilweise etwas naiv anstellt, finde ich dahingehend deutlich bedenklicher als dass man auswärts nicht die gewünschten Ergebnisse einfährt. Schubert hat die Borussia auf dem letzten Tabellenplatz liegend übernommen, während der Saison einen Systemwechsel vollzogen, man kann jetzt flexibel die Systeme wechseln und ist am Ende dennoch als Vierter ins Ziel eingelaufen, vor Teams wie Schalke oder Wolfsburg mit deutlich mehr finanziellen Möglichkeiten. Und wo die einen die Auswärtsschwäche sehen, sehen die anderen die Heimstärke, die Borussia hat unter Schubert bis auf ein 0-0 gegen Ingolstadt und ein 1-3 gegen den BVB sämtliche (!) Heimspiele gewonnen, also 13 Siege in 15 Spielen, nimmt man den Dreier gegen Leverkusen dazu, sind es schon 14 Siege aus 16 Spielen, dazu der Kantersieg gegen Sevilla, der starke Auftritt gegen Juve oder die knappe Niederlage gegen City in der CL. Da ist doch völlig egal, ob man diese Siege mehr auf Heim- und Auswärtsspiele aufteilt, sagen wir, man gewinnt in drei Auswärtsspielen mehr und dafür in drei Heimspielen weniger, dann hätte man weder eine explizite Heimstärke noch eine entsprechende Auswärtsschwäche, kein Mensch würde die Auswärtsschwäche kritisieren, dennoch hätte man keinen Punkt mehr auf dem Konto. Das ist doch eine alberne Diskussion.

Dazu kommt, dass er es darüberhinaus geschafft hat, in Spielern wie Dahoud, Christensen oder Elvedi große Talente zu integrieren, zu fördern und damit einen immensen Transferwert für die Borussia geschaffen hat, von dem man noch längere Jahre profitieren wird. Der sehr mannorientierte Stil gegen den Ball birgt Risiken, ganz klar, wenn es schief geht, geht es richtig schief, aber er hat sein Konzept, das zieht er durch und hat damit durchaus Erfolg, ich würde grundsätzlich sagen: In der BL gerne mehr davon!

•     •     •

"Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod, den Steuern und einem neuen Innenverteidiger."

Benjamin Franklin

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Riga2011 am 15.09.2016 um 15:19 Uhr bearbeitet
André Schubert [Trainer] |#70
15.09.2016 - 15:49 Uhr
Zitat von AlexFromTheGalax

Wenn man den Auswärtssieg gegen "immer noch besoffene Darmstädter" so tituliert, um das Ergebnis bzw. die Leistung zu schmälern - wobei wir übrigens auch mit ner ziemlichen B-Elf unterwegs waren - dann muss man andersrum die Niederlagen gegen Schalke und Wolfsburg auch mal positiv hervorheben, da waren nämlich die Ergebnisse das einzige, was nicht passte. Schubert kann man in meinen Augen nicht die Schuld daran geben, dass die Mannschaft sich hier für 2 starke Spiele nicht belohnt hat.


Dann muss man aber auch bei den Fakten bleiben! Schalke ja ok, aber Wolfsburg kann hier nicht gelten, denn es geht ja bei der Schubert Auswärtsdiskussion nicht um den Ort des Stadions sondern um eine taktische Diskussion. Es geht darum, dass er immer mit einer Sturrheit und aus Profilierungsdrang unter allen Bedingungen und gegen jeden Gegner und EGAL mit welchem zur Verfügung stehenden Spielermaterial mit Gewalt die Dreikette durchdrücken und dem Gegner unser Spiel aufdrücken will. In Wolfsburg hat das nämlich auch mal wieder überhaupt garnicht funktioniert, da wurden wir in den ersten 20Min überrollt und haben dann auf reinruf auf das alte Favre 4-4-2 mit Johnson vorne links und klassischer Viererkette mit Elvedi rechts und Hinteregger links gespielt. Danach erst bekamen wir Kontrolle und dominierten das Spiel.

Ingolstadt letzt Rückrunde und Freiburg jetzt sind halt die Premiumvideoanalysebeispiele für unserer Gegner, dass wir das einfach nicht erzwingen können umbedingt und immer überall souverän Dreierkette zu spielen. In Ingolstadt waren wir ohne Xhaka systemisch tot und auch sonst sind wir da zu oft von der Genialität eines Christensens abhängig defensive Drucksituationen effektiv zu lösen, dass sich daraus direkt eine Angriffsmöglichkeit ergibt. Aber der zeigt nunmal gerade, dass er nicht der 26 jährige gereifte Weltklassespieler ist, der das immer zeigen kann und das ist auch ok. Aber wenn das nicht da ist, ist unser bestes Mittel hinten raus auswärts im Moment ein sich zurückfallenlassender Traore der mit nem schnellen Schritt nach innen den Gegenspieler stehen lässt und Räume für einen Diagonalpass ins Zentrum schafft.

Es kann doch nicht sein das wir aus Sturheit gegen jeden Gegner mit Dreierkette beginnen müssen nur weil unser Trainer glaubt sich profilieren zu müssen. Und dann wird jetzt zuletzt aus Panik während dem Spiel immer schnell umgestellt, wenn das Kind schon lang in den Brunnen gefallen ist. Da wird dann nach zahlreichen Chancen oder auch mehreren Toren plötzlich gemerkt: "Oh scheiße wir kommen mit dem Druck des Gegners nicht klar und haben mit unserem eigenen Pressing auswärts nicht den nötigen Zugriff, so dass große Räume entstehen".

Aber das ist doch vor dem Spiel absehbar gegen viele Gegner. Das war es gegen Ingolstadt wenn man die letzten Saison mal beobachtet und die richtigen Schlüsse gezogen hätte. Das wars auch gegen City vorallem jetzt. Und das ist es auch gegen RB z.B.! vorallem gegen RB. Nach den Erfahrungen der letzten Spiele darf man niemals dort mit der Dreierkette beginnen, wenn man die Form unserer Abwehr, unseren diesjährigen Kader und dessen Stärken vorallem auf der 6 und die Spielweise von RB bedenkt. Dies doch zu tun würde für mich aktuell Schubert definitiv für die Zukunft untragbar machen! (und das mein ich Ernst - Heimpunktquote hin oder her). Hier geht es mir tatsächlich nur um sachlich- taktische Dinge und das man aus dem gesehenen endlich mal die richtigen Schlüsse zieht.

Dabei war ich im Sommer noch richtig optimistisch und total überzeugt von Schubert, als er in nem Interview sagte wir müssen taktisch flexibler werden und speziell das Ziel ansprach 4-3-3 einzutrainieren. Da dachte ich mir, nice wenigstens wurde gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen. Das wurde dann in der Vorbereitung einfach vergessen (Professionalität???). In keinem Testspiel auch nur einmal praktiziert und dann nur plötzlich in Drochtersen ausgepackt. Aktuell ist eine taktische Umorientierung zumindest Auswärts, zumindest gegen bestimmte Gegner aber erstmal gegen Alle aufgrund der aktuellen Unsicherheit in der Mannschaft für mich alternativlos. Aber es wurde in der Vorbereitung nix einstudiert für Fall x und unser Terminplan lässt so ca 1 richtige Trainingseinheit im Monat zu in der Hinrunde.

Ich bin echt bedient nach Freiburg, City und ja auch dem Hinspiel in BERN!. Das systemische Defensivproblem ist doch Ergebnisunabhängig auch in Bern zu sehen gewesen. Das geht bei so einem großen Qualitätsunterschied dann halt in Bern mal nicht schief.

Es ist ja auch nicht alles schlecht, ich verstehe die grundsätzliche taktische Idee und zuhause gelingt es uns auch immer wieder sehr gut dem Gegner unser Spiel aufzudrängen und das Pressing anzubringen. Aber ich muss doch auch erkennen, dass es deutliche systembedingte Probleme immer wieder gibt und gab, vorallem auswärts und entsprechend mal proaktiv reagieren.

Das einzige was mich optimistisch stimmt, ist dass tatsächlich die Panikumstellung noch während der letzten beiden Spiele kam. In Manchester schon nach 30 Min. Es stimmt mich positiv das jetzt sogar Schubert für das Spiel vs RB (vllt sogar schon Bremen zum einstudieren?) erkannt haben könnte, dass es erstmal so nicht mehr grundsätzlich immer und bedingungslos mit der Dreierkette weitergehen kann. Die Chance dazu jetzt hat er sich auf jeden Fall verdient, aber das Problem ist dann halt, dass die Vorbereitung in dem Aspekt verpennt wurde, die Mannschaft so einzustellen, dass sie auch bei einer Umstellung ihr volles Potential abrufen kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MortenB am 15.09.2016 um 15:54 Uhr bearbeitet
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