„Wahnsinnig schwere Entscheidung“ – Grischke verlässt Rahlstedt, Iwosa wird Nachfolger
Er ist „ein absoluter Vollblut-Fussi“ und liebt die Aufgabe als Trainer, der er mit ganz viel Leidenschaft und immens hohem Aufwand nachgeht. Nun aber musste er „eine wahnsinnig schwierige Entscheidung“ treffen, „die sich aus den letzten sechs Monaten ergeben hat“, verrät uns Peter Grischke – und erklärt: „Manchmal muss man auch einfach mal ‚Nein‘ sagen können.“ Ein „Nein“, das ihm dennoch alles andere als leicht fiel – denn: „Der Rahlstedter SC ist eine richtig gute Adresse und ein top geführter Verein“, mit Entscheidungsträgern, die ihn unbedingt halten wollten und ihm zweieinhalb Monate lang Zeit gegeben haben, einen Entschluss zu fassen.
Die Entscheidung: „Unser Cheftrainer Peter Grischke hat uns darüber informiert, dass er sein Amt über den Sommer hinaus nicht weiterführen kann. Seit Mitte 2025 ist Peter selbstständig und kann den zeitlichen Aufwand, den die Aufgabe als Cheftrainer erfordert, künftig nicht mehr leisten“, verkündet der Verein den Abschied des 31-Jährigen am Saisonende – und betont in seiner Mitteilung: „Diese Entscheidung bedauern wir sehr. Die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Trainerteam war erfolgreich, vertrauensvoll und von hoher sportlicher Qualität geprägt. Umso dankbarer sind wir für den Einsatz und die geleistete Arbeit in dieser Zeit.“

Peter Grischke hat nach reiflicher Überlegung die Entscheidung getroffen, sein Traineramt in Rahlstedt niederzulegen. Foto: noveski.com
Popal hört ebenfalls auf - Grischke: "Haben noch geile Monate vor uns"
Auch Co-Trainer Meik Popal wird in der kommenden Saison aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, wie es heißt. „Beiden gilt schon jetzt unser ausdrücklicher Dank für ihr Engagement, ihre Verlässlichkeit und ihren Beitrag zur Entwicklung der Mannschaft.“ An einen Abschied verschwendet Grischke aktuell aber noch keinen Gedanken, sondern beteuert uns gegenüber den weiterhin vorhandenen Ehrgeiz: „Es ist noch ganz viel drin und wir haben hoffentlich noch viereinhalb geile Monate vor uns, in denen wir unsere Ziele voller Positivität verfolgen werden!“
Iwosa übernimmt, Siegesmund komplettiert Trainerteam
Was die Nachfolge angeht, wurde an der Scharbeutzer Straße ebenfalls schon Nägel mit Köpfen gemacht: „Iwosa übernimmt ab Sommer – Siegesmund komplettiert neues Trainerteam“, lautet die Headline des Hansa-Landesligisten. Und weiter: „Mit Blick nach vorn freuen wir uns, eine starke interne Lösung präsentieren zu können: Zur neuen Saison übernimmt Peter Iwosa das Amt des Cheftrainers. Unterstützt wird er von RSC-Urgestein Jan-Paul Siegesmund sowie Torwarttrainer Jan Brosius.“ Damit wird der bisherige Co-Trainer Iwosa den eingeschlagenen Weg fortsetzen, während Siegesmund „den Verein und seine Strukturen bestens kennt. Zuletzt stand er bereits in der C-Regionalliga und für die B-Oberliga beim RSC an der Seitenlinie. Gemeinsam mit Peter Iwosa und Jan Brosius entsteht ein Trainerteam, das fachliche Kompetenz, RSC-DNA und Entwicklungsperspektive vereint.“

Der langjährige Oberliga-Spieler und derzeitige Co-Trainer Peter Iwosa übernimmt ab Sommer die Geschicke an der Scharbeutzer Straße. Foto: noveski.com
Grischke sicher: "Iwosa wird das rocken"
Auch Grischke findet es „super cool“, dass Iwosa – schon zu Ahrensburger Zeiten sein Weggefährte und enger Vertrauter – weitermacht. „Darüber freue ich mich am meisten, dass ein Freund, der hoffentlich fürs Leben bleibt, den Weg weitergeht. Und ich traue ihm das auch absolut zu! Denn er verbindet Erfolge mit Emotionen, Fußballexpertise und dem Fingerspitzengefühl für das Menschliche. Er wird das auf jeden Fall rocken!“, ist sich Grischke sicher.
Rahlstedt will Saison "im oberen Drittel beenden"
Das neue Trainerteam steht – und auch „unsere sportlichen Ziele bleiben in der kommenden Saison ambitioniert“, will Rahlstedt weiter oben mitmischen. Teammanager Jan Kahle und Sportchef Alexander Schäfke arbeiten bereits intensiv an einem schlagkräftigen Kader. „Erste Zusagen wichtiger Führungsspieler liegen vor – ein starkes Zeichen für Kontinuität und Vertrauen. Der Fokus liegt nun jedoch voll auf der Rückrunde. Es sind noch viele Punkte zu vergeben, und wir wollen alles daransetzen, die Saison im oberen Tabellendrittel zu beenden.“
Auf Nachfrage bestätigt uns Schäfke: „Dass wir sehr gerne in der jetztigen Trainer-Konstellation weitergemacht hätten, zeigt schon die lange Zeit, in der wir im Austausch sind. Peter hat uns nun aber entgültig mitgeteilt, dass er wegen seiner beruflichen Situation ab Sommer leider nicht an Bord bleiben kann. Die gleiche Situation hat auch Meik Popal.“ Aufgrund der Tatsache, dass man als Verein eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem aktuellen Trainerteam gewünscht hätte, „freuen wir uns, dass Peter Iwosa uns nun ab Sommer als Chef-Trainer erhalten bleibt. Wir sind von seinen Fähigkeiten absolut überzeugt und auch ein feiner Chrakter bleibt in unseren Reihen!“, so Schäfke abschließend.
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