„Keine Abwertung der Leistung“: Warum Ex-Profi Mölders bei Wiedenbrück gehen muss
Der ehemalige Bundesliga-Profi Sascha Mölders ist am Donnerstagabend beim SC Wiedenbrück, dem Schlusslicht der Regionalliga West, freigestellt worden. Der 41-Jährige hatte den Viertligisten im Januar 2025 übernommen und seither elf Siege in 42 Partien eingefahren. Mit einem Punkteschnitt von 0,98 muss der Trainer nun nach 15 Monaten die Segel streichen.
Für Mölders war es der erste Job als Cheftrainer auf diesem sportlichen Level. Nachdem er mit seinem Team in der vergangenen Saison den Klassenerhalt u. a. aufgrund einer Serie von vier Siegen zum Saisonabschluss noch sichern konnte, rangiert Wiedenbrück 2025/26 seit dem neunten Spieltag durchgehend auf einem Abstiegsplatz. Mit 19 Punkten nach 27 Spielen liegt der Klub sechs Zähler entfernt vom rettenden Ufer. Man habe sich „nach intensiven und vertrauensvollen Gesprächen einvernehmlich darauf verständigt, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden“, hieß es in der Mitteilung der Ostwestfalen.
„Wir hätten uns als Verein ausdrücklich gewünscht, die Zusammenarbeit mit Sascha fortzuführen und den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen. Die aktuelle sportliche Situation und die damit verbundenen Herausforderungen im Kampf um den Klassenerhalt haben uns jedoch dazu veranlasst, diese Entscheidung zu treffen, um neue Impulse zu setzen und der Mannschaft in der entscheidenden Saisonphase eine neue Dynamik zu geben“, ließ der Vereinsvorstand wissen. Des Weiteren wurde betont, dass Mölders „mit großem persönlichen Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und einer bemerkenswerten Identifikation mit dem SC Wiedenbrück gearbeitet“ habe.
Er habe „die Mannschaft in einer sportlich anspruchsvollen Phase übernommen und sich jederzeit mit voller Überzeugung für die Entwicklung des Teams sowie des Vereins eingesetzt. (…) Der Verein betont ausdrücklich, dass diese Entscheidung keine Abwertung der geleisteten Arbeit darstellt. Vielmehr ist sie das Ergebnis einer verantwortungsvollen Gesamtbetrachtung der sportlichen Lage, die im Fußball oftmals kurzfristige und zugleich sehr schwierige Entscheidungen erforderlich macht.“
Mölders selbst erklärte: „Ich möchte mich beim SC Wiedenbrück für das Vertrauen bedanken, das mir in den vergangenen 15 Monaten entgegengebracht wurde. Ich habe die Zusammenarbeit mit der Mannschaft, dem Staff und dem gesamten Umfeld sehr geschätzt. Natürlich hätte ich mir gewünscht, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen. Ich hoffe jedoch sehr, dass die Mannschaft die notwendigen Punkte holt und dieser Schritt am Ende dazu beiträgt, den Klassenerhalt zu sichern.“
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